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Turnierbericht Karl-Mala-Gedenkturnier, Frankfurt 2009 (von Markus Ehrlacher)
Kurz nach dem neunrundigen Turnier in Dortmund zog es den Berichterstatter vom 16. bis 19.07. zum nächsten Turnier nach Frankfurt, wo ich seit 1998 nun zum sechsten Mal am Karl-Mala-Gedenkturnier teilnahm. Nach einem etwas mühsamen Erstrundensieg mit den weißen Steinen, folgte in der zweiten Runde gegen meinen stärksten Gegner im Turnier die einzige Niederlage in einer Nebenvariante der slawischen Verteidigung. Die dritte Partie war ein „Holländer“, in der ich nach einem Generalabtausch im Zentrum neben den Schwerfiguren mit einem Springervorposten gegen den schwachen weißfeldrigen Läufer verblieb. Nach einem Qualitätsgewinn wären weitere Bauerngewinne möglich gewesen, aber ein Turmschwenk auf die dritte Reihe forcierte in allen Varianten ein mehrzügiges Matt, weshalb mein Gegner nach 22 Zügen die Waffen streckte. Eine solide Verteidigungsleistung brachte in der vierten Runde mit Schwarz gegen einen guten Gegner den erhofften halben Punkt. Nach knapp vierstündiger Spielzeit offerierte mein Gegner im Endspiel mit Springern und ungleichfarbigen Läufern die Punkteteilung. Die Nachmittagsrunde brachte etwas Erholung, denn mein Gegner nahm mein Remisangebot nach 16 Zügen an. In der sechsten Partie stand ich nach einigen ungenauen Zügen sehr passiv und mit Raumnachteil. Mein Gegner spielte aber den Angriff am Königsflügel nicht energisch genug und in beiderseitiger Zeitnot neutralisierte sich die Stellung, so dass nach der Zeitkontrolle Remis vereinbart wurde. Das durchaus erfreuliche Turnierergebnis wurde mit einem Kurzremis in der Schlussrunde abgesichert.
| Runde |
Paarung |
Ergebnis |
| 1 |
Ehrlacher – Michalowski Peter (ELO -, DWZ 1265)
|
1 : 0
|
| 2 |
Erdmann Stefan (SK Ludwigshafen, ELO 2199, DWZ 2127) – Ehrlacher
|
1 : 0
|
| 3 |
Ehrlacher – Koch Thomas (SV Ffm-Griesheim, ELO -, DWZ 1509)
|
1 : 0
|
| 4 |
Raab Peter (SVG Eppstein, ELO 2167, DWZ 2073) – Ehrlacher
|
0,5 : 0,5
|
| 5 |
Ehrlacher – Fontana Alexander (SK Dieburg, ELO 2150, DWZ 1970)
|
0,5 : 0,5
|
| 6 |
Skutta Dr. Bernd (Kölner SF, ELO 2127, DWZ 2035) – Ehrlacher
|
0,5 : 0,5
|
| 7 |
Ehrlacher – Konik Dr. Michael (SK Mainaschaff, ELO 2117, DWZ 2014)
|
0,5 : 0,5
|
Mit vier Punkten aus sieben Spielen landete ich unter den 219 Teilnehmern auf Platz 71, und dieses Ergebnis gegen eine Gegnerschaft mit einem DWZ-Durchschnitt von 1856 sollte einen ungefähren Zugewinn von 34 DWZ-Punkten bedeuten, so dass die 1800er-Marke knapp geschafft sein sollte.
Freuen konnte sich auch GM Viacheslav Ikonnikov, der mit einem Kurzremis mit den weißen Steinen gegen GM Thomas Luther in der letzten Runde den alleinigen Turniersieg sicherstellte. Nach dem Turniersieger mit 6,5 aus 7, folgten mit je sechs Punkten GM Vitaly Kunin, GM Thomas Luther, IM Erik Zude, GM Henrik Teske und GM Lev Gutman. Alle Infos, Tabellen, Bilder und Berichte gibt es unter: www.schachgesellschaft-griesheim.de
Turnierbericht Dortmund 2009 (von Markus Ehrlacher)
Vom 04. bis 12.07. fanden im Zentrum Dortmunds, im alten Rathaus am Friedensplatz, zwei Schach-Open statt. Der Berichterstatter spielte neben 96 weiteren Teilnehmern im A-Turnier für Spieler über 1700 ELO oder DWZ mit. Insgesamt waren auch sechs Großmeister und zehn weitere Titelträger am Start. Turnierfavorit war GM David Baramidze vom Hamburger SK, der das Turnier mit 7 Punkten aus neun Runden auch gewonnen hat.
Mein Turnierstart ging ziemlich daneben, da ich gleich die ersten beiden Spiele verloren habe, wobei besonders unglücklich war, dass ich in der ersten Partie eine klare Gewinnstellung hatte. Mein Gegner hatte, um ein schlechteres Endspiel zu vermeiden, risikoreich seine Dame für Turm und Läufer geopfert. Bei der ungleichen Materialverteilung habe ich im Laufe der Partie bei einem Generalabtausch den Überblick verloren, und landete zu meinem Erstaunen in einem hoffnungslosen Endspiel mit Minusbauern. In Runde drei habe ich in einer slawischen Variante mit einem Bauernopfer die Qualität gewonnen, wobei mein Gegner aufgrund des Läuferpaars durchaus Kompensation hatte. In hochgradiger Zeitnot gab ich die Qualität zurück, und wickelte in ein Turmendspiel ab, welches noch vor der Zeitkontrolle Remis gegeben wurde. In die Kategorie unnötig fiel die Niederlage in Runde fünf. Für einen Isolani hatte ich gutes Gegenspiel mit meinem Läufer auf den weißen Feldern, aber mein großer Rechen- und Zeitaufwand führte in der Zeitnotphase zu dem ein oder anderen ungenauen Zug, der meinem Gegner ein vorteilhaftes Endspiel bescherte, in dem ich in der zweiten Zeitnotphase Remismöglichkeiten ausgelassen habe. In den ersten drei Weißpartien habe ich mit meinem neuen weißen Eröffnungssystem lediglich einen halben Punkt erzielt, und besonders die Niederlage in Runde sieben war dem neuen Aufbau geschuldet. Mein junger theoriebeflissener Gegner tischte mir die kritische Variante auf, und ich kam alsbald ins Hintertreffen. So wechselte ich in der achten Runde wieder zu meiner weißen Stammeröffnung und konnte prompt den ersten (und einzigen) Sieg verbuchen. Dies lag aber wohl weniger an der Eröffnung, sondern daran, dass mein Gegner eine kleine Kombination meinerseits übersah, die mir einen Mehrbauern einbrachte. Das Endspiel mit Turm und Springer auf beiden Seiten konnte ich sicher verwerten. Die Schlussrunde bot noch einmal eine verwickelte und komplizierte Partie. Mein Gegner opferte einen Bauern auf b2 für Entwicklungsvorsprung, später konnte ich mit einem Gegenschlag im Zentrum eine Figur gewinnen. Jedoch blieb mein König in der Mitte stecken und mein Gegner hatte gefährlichen Angriff und einen starken Springervorposten auf d6. Leider bin ich mit meinem König nach einem Schach auf das falsche Feld gegangen, so dass es in der Schlussstellung vermutlich ratsam war das Remisangebot anzunehmen. Nachfolgend meine Gegner und Ergebnisse im Einzelnen:
| Runde |
Paarung |
Ergebnis |
| 1 |
Dehne Mirko (Ratinger SK, ELO 2219, DWZ 2067) – Ehrlacher Markus
|
1 : 0
|
| 2 |
Ehrlacher Markus – Kümpers Ulrich (SC Klein-Berlin Rheine, ELO 2110, DWZ 2057)
|
0 : 1
|
| 3 |
Spyrou Dr. Emanouel (SV Hamm, DWZ 2246) – Ehrlacher Markus
|
0,5 : 0,5
|
| 4 |
Ehrlacher Markus – Hansch Karsten (Stendaler SK, ELO 1831, DWZ 1689)
|
0,5 : 0,5
|
| 5 |
Gessinger Winfried (SF Lindlar, DWZ 1859) – Ehrlacher Markus
|
1 : 0
|
| 6 |
Wimber Hartmut (SV Recklinghausen Süd, DWZ 1868) – Ehrlacher Markus
|
0,5 : 0,5
|
| 7 |
Ehrlacher Markus – Mundorf Johannes (SV Mülheim Nord, ELO 1796, DWZ 1954)
|
0 : 1
|
8 |
Ehrlacher Markus – Grahl Matthias (Wyker TB, DWZ 1962)
|
1 : 0
|
9 |
ter Steeg Dr. Marcus (SF Essen-Werden, ELO 1776, DWZ 1961) – Ehrlacher Markus
|
0,5 : 0,5
|
Unter dem Strich ist ein Sieg und insgesamt drei Punkte aus neun Partien sicher nicht berauschend, aber aufgrund der ordentlichen Gegnerschaft brachte es neben der Spielpraxis zumindest einen Zugewinn von 16 DWZ-Punkten.
Aber das eigene Turnier war auch nur ein Teil des Schachurlaubs, denn die Runden begannen immer um 11.00 Uhr, so dass man anschließend im Schauspielhaus den Großen des Schachs, Kramnik, Leko, Carlsen und Co. zuschauen konnte. Als Openteilnehmer hatte man freien Eintritt und man konnte auch kostenlos einen Kopfhörer ausleihen und so den fachmännischen Kommentaren der Großmeister Klaus Bischoff und Sebastian Siebrecht lauschen. Interessant und beeindruckend war auch eine Analyse von Wladimir Kramnik zu erleben, von dem ich mir anschließend ein Buch über seine WM-Kämpfe signieren ließ.
Auch von der Stadt Dortmund war ich positiv angetan, zahlreiche Gastronomie- und Einkaufsmöglichkeiten im Stadtkern, so dass man von einem nahezu perfekten Schachurlaub sprechen kann. Ich werde bestimmt eine Turnierteilnahme in Dortmund wiederholen und kann dieses Erlebnis nur wärmstens weiter empfehlen. Weitere Infos und Ergebnisse zu den einzelnen Turnieren gibt es auf der Turnierseite unter www.sparkassen-chess-meeting.de
Neues von der Ersten (Christian)
Die Personalplanungen des Schachclubs für die kommende Spielzeit sind abgeschlossen. Als Neuzugang begrüßt der Verein Bernd-Torsten Geiger, der künftig am vierten oder fünften Brett von Iffezheim I antritt. Bernd begann seine Schachlaufbahn in den Achtziger Jahren in Kuppenheim, wo er am regional schon legendären „Wunder an der Murg“ teilhatte. Er wechselte dann nach Rastatt zur inzwischen mit Kuppenheim fusionierten Caissa, wo er zeitweise zusammen mit Jörg Eiler, Mladenko Jercic und dem Berichterstatter in der Landesliga antrat. Nachdem es ihn berufsbedingt nach Nordbaden verschlagen hatte, schloss sich der heute 41-jährige dem SC Viernheim an und durfte dort sogar Oberligaluft schnuppern. Derzeit geht er nach einem beruflichen Wechsel in die Schweiz für den Schachclub IBM Zürich an die Bretter. Bernd reizten neben dem Sportlichen nach dem Verbandsligaaufstieg der Ersten unter anderem die kurzen Anfahrtwege aus der Schweiz zu vielen Verbandsligaspielorten.
Mangels Spielpraxis ist Bernd derzeit mit 1988 DWZ etwa 70 Zähler von seiner Bestmarke aus Viernheimer Zeiten entfernt. Aber das mit der Praxis beheben wir ja jetzt etwas. Ihn zeichnen weniger tiefgehende Theoriekenntnisse als vielmehr ein sehr kreativer Stil im Mittelspiel aus. Für die Freunde des thematischen Schachs hat der SCI jetzt also neben Harald und Bernhard ein drittes Schreckgespenst – in jedem Fall aber eine deutliche Verstärkung für die Verbandsligatruppe, über die sich der SCI jetzt freut.
Derweil hat „Harry“ seine DWZ deutlich um fast 50 Zähler in den Keller versenkt. Nach einer starken Landesligaspielzeit, die ihn über die 1900er Marke katapultierte, rangiert er nach 3/8 in der Starnberger Clubmeisterschaft nur noch bei 1853 DWZ.
Ramadan Raka gewinnt Blitzmeisterschaft 2009 (Christian)
Ramadan Raka heißt der neue Vereinsblitzmeister des SCI. In einem spannenden Finale setzte sich Iffezheims Nr. 2 am Ende verdient vor Markus Merkel, Colin Kramer und Harald Bernrader-Hauns sowie weiteren Spielern der ersten, zweiten und dritten Mannschaft durch. Erwähnenswert bei diesem Turnier waren die über 300 Kilometer Anreise aus Bayern, die Harry extra für dieses Turnier auf sich genommen hatte!
Ramadan Fünfter bei den mittelbadischen Schnellschachmeisterschaften
Am vergangenen Samstag spielte Ramadan Raka als einziger Iffezheimer bei den mittelbadischen Schnellschachmeisterschaften in Kuppenheim mit. Nach den gespielten fünf Runden konnte er sich auf den fünften Platz kämpfen. Bei einer Teilnehmerzahl von 17 Schachspielern ist dies ein gutes Ergebnis, der SCI gratuliert.
Hier die Abschlusstabelle:
| Rang |
Teilnehmer |
Titel |
TWZ |
AT |
Verein |
S |
R |
V |
Punkte |
Buchholz |
SoBerg |
| 1. |
Plaul, Eckart |
- |
2026 |
M |
SF Sasbach e.V. |
4 |
1 |
0 |
4.5 |
16.0 |
14.00 |
| 2. |
Metz, Hartmut |
FM |
2298 |
M |
SG Cai.Ro Kuppenheim |
4 |
0 |
1 |
4.0 |
14.5 |
10.00 |
3. |
Merklinger, Markus |
- |
2169 |
M |
SG Cai.Ro Kuppenheim |
3 |
2 |
0 |
4.0 |
14.0 |
10.25 |
4. |
Schäfer, Lutz, Dr. |
- |
2081 |
M |
SG Cai.Ro Kuppenheim |
3 |
0 |
2 |
3.0 |
17.5 |
9.00 |
5. |
Raka, Ramadan |
- |
2148 |
M |
SC Iffezheim |
3 |
0 |
2 |
3.0 |
14 |
6.5 |
6. |
Karcher, Christian |
- |
1785 |
M |
SF Hörden |
2 |
2 |
1 |
3.0 |
13.0 |
6.0 |
7. |
Engelhard, Alexander |
- |
1295 |
M |
SC Rastatt |
3 |
0 |
2 |
3.0 |
13.0 |
6.0 |
von insgesamt 17 Teilnehmern.
Bernhard mit DWZ-Gewinn belohnt (Christian)
Seine starken Auftritte im Badischen Pokal, aus dem er in Turnierpartien ungeschlagen erst im Viertelfinale ausschied, brachten Bernhard Ast einen DWZ-Gewinn von 19 Zählern auf neue 1876 und die Rückeroberung des siebten Ranglistenplatzes beim SCI. Glückwunsch dazu!
Open Reutlingen 2009 (Christian)
123 Schachspieler fanden sich vom 29. Mai bis zum 2. Juni 2009 zum 14. Reutlinger Open ein. Darunter mit dem Berichterstatter auch ein Badener, der die Reise ins Schwäbische gewagt hat, um seine Spielpraxis etwas aufzubessern. Der Veranstalter bezeichnete das Turnier hinterher als das „sowohl qualitativ als auch quantitativ erfolgreichste“ Reutlinger Open. Die Setzliste wurde angeführt von IM Nikolai Ninov aus Bulgarien (TWZ 2528) vor IM Mikhail Zaitsev aus Russland (2489) und GM Viesturs Meijers (2485). 32 Spieler wiesen eine Wertungszahl über 2000 auf, immerhin 49 noch eine über 1900.
Runde 1
Kontrahent Günter Laade vom gastgebenden SV Reutlingen wies zwar mit 1611 DWZ eine relativ schwache Wertungszahl auf und spielte auch trotz der weißen Steine äußerst defensiv, machte aber irgendwie keine Fehler. Zudem tue ich mich bekanntlich mit dieser Spielweise traditionell sehr schwer. An ein paar Stellen wäre mit etwas genauerem Spiel ein leichter Vorteil drin gewesen, mehr aber nicht. Angesichts meines hohen Zeitverbrauchs beim Ringen um kleine Chancen akzeptierte ich nach fast vier Stunden Spielzeit sein Remisangebot.
Runde 2
... und der nächste Reutlinger wartete. Allerdings wurde es ganz anderes Schach und im Nachhinein meine beste (o.k., auch meine einzig richtig gute) Partie. Kontrahent Andreas Junginger (2044) wurde mit Weiß zunächst thematisch überfahren. Nachdem ich dann noch ein unannehmbares Bauernopfer auspackte, das seine Stellung völlig lahm legte, konterte er mit einem Verzweiflungsopfer – Figur für zwei Bauern und ein paar weiße Bauerninseln. So richtig spannend wurde es trotzdem nicht mehr, da meine Türme die offenen Linien beherrschten und alsbald gewinnbringend auf die siebte Reihe eindrangen.
Runde 3
Hier begann mein Graus in Form von unterbewerteten, theoriefesten, taktisch spielenden Computerkids. Das erste Exemplar hieß Andreas Döring (SC Tamm, 1933) und sollte am Ende einen riesigen DWZ-Sprung machen und eine ELO von weit über 2100 erspielen. Eine elend lange Theorieabfolge führte zu einem ausgeglichenen Endspiel mit jeweils dem Turmpaar und gleichfarbigen Läufern sowie etwas mehr Raum für ihn und die etwas gesündere Bauernstruktur für mich. Als die Strukturen völlig festgefahren waren, gaben wir die Stellung remis.
Runde 4
Gegen Thomas Klaiß (SC Pfalzgrafenweiler, 2003) erreichte ich mit den weißen Steinen zunächst ein leicht vorteilhaftes Mittel- und danach ein gutes Endspiel. Doch dann verließen mich mal wieder alle guten Geister. Anstatt in ein Leichtfigurenendspiel mit Mehrbauer abzuwickeln, lenkte ich durch eine Unachtsamkeit in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und Minusbauer ein. Damit nicht genug – durch einen völligen Blackout ließ ich in absoluter Remisstellung (meinte Schachfreund „Rybka“ hinterher) sogar seine beiden Zentrumsbauern loslaufen und nach 52 Zügen die Partie entscheiden. Das war mehr als unnötig.
Runde 5
Computerkids die Zweite – Peter Alekziev aus Ungarn (1701) spielte ein etwas unorthodoxes, aber immer taktisch geprägtes Damenbauernspiel und erlangte einen Freibauern auf der c-Linie, der erst auf c6 zu stoppen war. Dieser wurde das Thema der folgenden Züge, konnte aber weder vorrücken, noch erobert, noch aus den Augen gelassen werden. Als irgendwann alle Figuren an diesen Mops gebunden waren, gaben wir die Partie remis.
Runde 6
Und es hörte nicht auf mit den jungen Hüpfern. Alex Rempeli (1793) von den SF Deizisau kannte sich ebenfalls theoretisch sehr gut aus, während ich anscheinend für diese Generation langsam zu alt werde. Die Geschichte dieser Partie ist schnell erzählt. Ich eroberte mir mit den weißen Steinen zwar Raumvorteil, ein bärenstarker Springer von ihm auf c4 legte jedoch jegliche Aktivität lahm. In völlig ausgeglichener Position (so Rybka) nahm ich sein Remisangebot an.
Runde 7
Sechs Runden, nur ein Sieg und mit dem kaum übers Brett schauen könnenden Lauritz Jansen (SG Königskinder Hohentübingen, 1741) schon den vierten „Mini“ gegenüber – was habe ich eigentlich dem Losgott getan? Ich weiß auch nicht, ob Lauritz in der Partie netto auch nur zehn Minuten aufs Brett geschaut hat. Trotzdem war die Partie lange ausgeglichen, bis ich einen starken Bauern nach e4 vorrücken konnte, der sein Figurenspiel ziemlich unterband. Ein Angriff am Damenflügel und zwei wieder einmal zu schnelle Züge von ihm ergaben eine Mehrfigur für mich, die nach 28 Zügen sicher verwertet wurde.
Fazit
Meine 4/7 waren wieder einmal zu wenig. Zum einen zu wenig für das, was auf den Brettern stand, zum anderen angesichts der Gegnerschaft, wenn man auch die Spielstärke der vier Jugendlichen deutlich höher einschätzen muss als ihre Wertungszahlen. Dank dieser Wertungszahlen kostete das Reutlingen-Open sieben DWZ-Punkte auf neue 1872 sowie vier ELO (neu: 2038). Aber das eigentliche Ziel, etwas Spielpraxis zu holen, war zumindest erreicht.
Das Turnier gewann übrigens Turnierfavorit IM Ninov überzeugend mit 6,5/9, vor dem an Platz 2 gesetzten IM Zaitsev sowie IM Peredy aus Ungarn mit jeweils 6/7.
Ein Lob gebührt der Organisation; durch die Verteilung auf drei Räume war vor allem an allen Brettern hinreichend Platz. Auch das Ambiente im Bosch-Schulungszentrum in Reutlingen war o.k.. Unter dem Strich ein Turnier, das man als Alternative zu Hassloch weiterempfehlen kann. Alles weitere, Ergebnisse, Auswertungen, Bilder usw. findet sich unter http://www.reutlingen.schachvereine.de.
SCI-Erfolge im Badischen Tagblatt (Christian Dettweiler)
Die diesjährigen Erfolge des Schachclubs Iffezheim finden jetzt auch exklusiven Niederchlag in der Presse. Die allsamstägliche Schachkolummne von Hartmut Metz in der Wochenendbeilage des Badischen Tagblatts befasst sich am kommenden Wochenende mit der herausragenden Saison 2008/09 des SCI, dabei wird eine Partie von unserer Nr. 1, Markus Merkel, kommentiert präsentiert.
Also alle am kommenden Samstag BT kaufen und den Artikel für die Kinder aufheben - so ein Jahr mit so vielen Meisterschaften und Einzelerfolgen kommt so schnell nicht wieder!
Artikel auf der Homepage des SCR-Kuppenheim
Pokal-Aus am Vatertag(Bernhard Ast)
In der Runde der letzten Acht war auf badischer Pokalebene erwartungsgemäß Schluss für den Iff´zer Bernhard Ast.
In der regulären Partie gegen den 5-maligen deutschen Blindenschachmeister Dieter Bischoff (SK Sandhausen, DWZ: 2052, ELO: 2156) konnte Bernhard, der als Außenseiter mit den schwarzen Steinen Heimrecht genoss, nach 36 Zügen mit dem Remis einen Teilerfolg einstreichen. In der anschließenden Schnellschachpartie gewann Dieter Bischoff dann aber recht schnell und konnte sich über den Einzug in das Halbfinale des Badischen Pokals freuen, für die ihm sein Vatertagskontrahent herzlichst alles Gute wünscht!.
Doch noch ein Viertelfinalist aus Iffezheim im Badischen Pokal(Bernhard Ast)
Nachdem im Badischen Mannschaftspokal unsere Erste in Runde 1 mit 1:3 gegen Dreisamtal ausschieden, hat Bernhard Ast seine Erstrundenbegegnung im Badischen Pokal “überlebt“ und zieht in die Runde der letzten acht Spieler dieses Wettbewerbs ein.
Der Reihe nach: Als einziger Iff´zer Teilnehmer ist diesjährig Bernhard Ast im Mittelbadischen Einzelpokal gestartet. Der Auftaktsieg gelang ihm gegen Thomas Steiner (SC Ötigheim), gefolgt von einem Remis gegen Johann Wormsbecher (SC Bühlertal), der jedoch in der darauffolgenden Schnellschachpartie bezwungen wurde, dem ein weiterer Sieg gegen Thomas Hamhaber (SC Ötigheim) folgte. Im Halbfinale wurde dann Norbert Frühe (SF Hörden) in einer engen Begegnung niedergerungen. Mit Erreichen des Finals war auch bereits die Teilnahme am Badischen Pokal sichergestellt. Gegen den “Dauerabonnenten für den Bezirkspokal“ FM Hartmut Metz (SCR Kuppenheim), der zugleich auch den Titel des Badischen Pokalsiegeres innehat, hatte er nicht viel auszurichten und musste schon sehr frühzeitig die Segel streichen.
Auf Badischer Ebene war ihm mit Thomas Schnepel (SC Pforzheim) in der Erstrunde eine nicht unlösbare Aufgabe zugelost worden, waren die DWZ-Zahlen beider Kontrahenten so ziemlich gleich. In der Partie kam die Französische Hauptvariante aufs Brett, von der spielverschärfend Bernhard recht früh abwich. Schnepel, der zunächst einen Bauern im Vorteil war, beruhigte aber danach das Spiel nicht, sodass Bernhard nach Investition eines Springers der Turmeinschlag auf b7 bei großer schwarzer Rochade glückte und kurze Zeit später auch der daraus resultierende Partiegewinn.
Im bevorstehenden noch auszulosenden Viertelfinale wird es für ihn nach der Papierform sicher weitaus schwerer werden, wenn man sich das übrige Teilnehmerfeld betrachtet.
“Sekt oder Selters“ – Es wurde “Sekt“ für die IV.! (Bernhard Ast)
Im letzten Verbandsrundenspiel der IV. beim Tabellenführer Muggensturm III ging es um alles oder nichts, war man durch die Niederlage in Ottenhöfen nebst dem 3:3 gegen die Sasbacher zuletzt auf Rang 3 der Tabelle abgerutscht. Nur mit einem Mannschaftssieg konnte die Meisterschaft eingefahren werden, ein Unentschieden oder eine Niederlage hätten nur zum dritten Platz in der Kreisklasse III hinter dem spielfreien Vizemeister Sasbach III gereicht.
Muggensturm III musste auf Harry Schaub an Brett 1 verzichten, hatte er doch bereits in der Muggensturmer Ersten für diesen Spieltag ausgeholfen. Dies war für uns sicher von Vorteil.
Daniel Zoller fuhr an Brett 3 nach einem unnötigen Figureneinsteller seines Gegenübers einen ungefährdeten Sieg zum 1:0 unserer Vierten ein.
An Brett 6 ergab sich ein wechselvolles Spiel: Daniel Niestroj lag zunächst unnötig mit einer Figur im Rückstand, griff dann aufgrund Unachtsamkeit seines Gegenübers dessen Dame ab, um diese etwas später unbedrängt mittels einer Springergabel wieder einzustellen. Schließlich endete diese Partie mit einem Remis.
Michael Florath an Brett 5 hingegen wusste in seiner Partie zu überzeugen und erspielte sich nach Stellungsvorteil auch den zum Erfolg reichenden Materialvorteil, so dass wir mit 2,5:0,5 in Führung gingen.
An Brett 4 verkürzte der Gastgeber dann nochmals das Resultat auf 1,5:2,5, nachdem Clemens Merkel ausgangs des Mittelspiels völlig den Faden verlor und danach auch die Partie.
An den Brettern 1 und 2 blieb es lange spannend. Und was macht man am besten, wenn man noch einen Punkt aus 2 laufenden Brettern zwingend benötigt? Man gewinnt sicherheitshalber beide Partien! Marius Merkel an Brett 2 konnte Zeitüberschreitung seines zwischendurch schon siegesgewiss durch die Lande schreitenden Gegners reklamieren, da seine Stellung niemals wesentlich schlechter war als die seines Gegenübers. Und an Brett 1 konnte Markus Strobel mit einem sehenswerten, gelungenen Bauernsturm gegen den König nach großer Rochade den vollen Punkt zum Gesamtsieg von 4,5:1,5 einfahren.
Beim anschließenden kurzweiligen Zusammensein im McDonald´s wurde die Meisterschaft noch ein wenig gefeiert.
Ausblick für die kommende Saison: Es darf nicht übersehen werden, dass bei Annahme des Aufstiegs in die Kreisklasse II zum einen noch zwei weitere Spieler benötigt werden, zum anderen die Leistungen gesteigert und konstanter werden müssen, will man in dieser Liga nicht den Prügelknaben abliefern.
Die Einzelresultate:
| Brett |
Rössl Muggensturm III
|
DWZ |
Iffezheim IV
|
DWZ |
Ergebnis |
| 1 |
Illy, Hannes
|
953
|
Strobel, Markus |
1216
|
0 : 1
|
| 2 |
Fischer, Adrian
|
840
|
Merkel, Marius
|
1027
|
0 : 1
|
| 3 |
Gräfinger, Dominik
|
722
|
Zoller, Daniel
|
1006
|
0 : 1
|
| 4 |
Kinzel, Georg
|
782
|
Merkel, Clemens |
1552
|
1 : 0
|
| 5 |
Soylu, Engin
|
-
|
Florath, Michael
|
909
|
0 : 1
|
| 6 |
Heger, Michael
|
-
|
Niestroj, Daniel
|
879
|
0,5 : 0,5
|
| DWZ-Schnitt/Gesamterg. |
824
|
|
1004
|
1,5 : 4,5
|
Hier die Abschlusstabelle:
| Rang |
Mannschaft
|
DWZ |
Spiele |
G
|
R |
V |
Punkte |
Brettpunkte |
| 1 |
Iffezheim IV
|
1012
|
8
|
5 |
2
|
1
|
25
|
29,5 : 18,5
|
| 2 |
Sasbach III
|
1175
|
8
|
5
|
1
|
2
|
24
|
31 : 17
|
| 3 |
Röss'l Muggensturm III
|
953
|
8
| 4
|
3
|
1
|
23
|
27,5 : 20,5
|
| 4 |
Ottenhöfen-Seebach II
|
1087
|
8
|
4
|
3
|
1 |
21
|
28 : 20
|
| 5 |
Bühlertal IV
|
1095
|
8
|
3
|
2
|
3
|
19
|
26 : 22
|
| 6 |
Durmersheim IV
|
986
|
8
|
3
|
0
|
5
|
17
|
21,5 : 26,5
|
| 7 |
CaiRo Kuppenheim IV
|
1190
|
8
|
2
|
3
|
3
|
17
|
20,5 : 27,5
|
| 8 |
Hörden 1954 IV
|
991
|
8
| 2
|
3
|
3
|
16
|
21 : 27
|
| 9 |
Rastatt IV
|
873
|
8
| 0
|
1
|
7
|
9
|
11 : 37
|
Tschüß Landesliga! Iffezheim – Kuppenheim II 5,5:2,5 (Christian Dettweiler)
Ohne jeglichen Druck ging es für Iffezheim I ins Saisonfinale gegen CaiRo Kuppenheim II, der Aufstieg war längst unter Dach und Fach. Es ging lediglich noch darum, im Sinne der Sportlichkeit ein anständiges Spiel abzuliefern, um im Abstiegskampf Fairness walten zu lassen.
Früh zeichneten sich gegen die überraschend ersatzgeschwächten Rochadniks Vorteile bei Markus, Bernhard und beim Berichterstatter ab, während Andi (Minusbauer) schlecht stand. Das erste zählbare Resultat gab es an Brett 6, wo sich Harry und Jürgen Biskup schiedlich-friedlich die Hände reichten. Kurz darauf folgten Jörg und Dr. Boris Feiguelman nach einer recht ereignislosen Partie mit demselben Resultat.
Für die Iffezheimer Führung sorgte Markus; ein eingesperrter Turm wurde Reinald Kloska zum Verhängnis. Ein sicherer Sieg von Bernhard Ast gegen Klaus Harsch baute das Resultat auf 3:1 aus. Eine eher glückliche Punkteteilung erzielte danach Andi gegen Wolfgang Kaupp.
Den Mannschaftssieg brachte schließlich Colin unter Dach und Fach, der am Damenflügel viel Druck gegen Ralf Gantner gemacht hatte. Nachdem Ralf zwischenzeitlich eine gute Fortsetzung ausgelassen hatte, wurde es zu einem Spiel auf ein Tor. Mit viel Minusmaterial gab der Kuppenheimer schließlich auf.
Sehr unglücklich agierte heute Ramadan, der ansonsten eine herausragende Saison gespielt hat. Dass unsere zwischenzeitliche Nr. 1 einfach so eine Figur einstellt, kommt auch nicht alle Tage vor. Diese Chance ließ sich Kuppenheims Ex-Zugspitzmeister Toni Stückl nicht entgehen und strich routiniert den vollen Punkt ein.
So blieb es dem Berichterstatter vorbehalten, die Tür zur Saison 2008/09 zuzuschließen. Gegen die sich zwar recht passiv, aber sehr umsichtig verteidigende Dagmar Sprung bedurfte es schon eines Qualitätsopfers für zwei Bauern, offene Linien und Läuferpaar, um mit zum Schluss wenig Zeit auf der Uhr den ganzen Zähler einzufahren. 5,5:2,5 – ein runder Abschluss einer einfach nur geilen Spielzeit. Wie gut sie war, zeigt alleine, dass gleich sechs Iffezheimer unter den Top 11 der Bestenliste der Landesliga rangieren – auch das gab es noch nicht.
Die Einzelresultate:
| Brett |
Iffezheim
|
DWZ |
Kuppenheim II
|
DWZ |
Ergebnis |
| 1 |
Merkel, M.
|
2107
|
Kloska, R. |
1916
|
1 : 0
|
| 2 |
Raka, R.
|
2109
|
Stückl, A.
|
1846
|
0 : 1
|
| 3 |
Eiler, J.
|
2060
|
Feiguelman, B.
|
1921
|
0,5 : 0,5
|
| 4 |
Kramer, C.
|
1882
|
Gantner, R. |
1754
|
1 : 0
|
| 5 |
Manz, A.
|
1917
|
Kaupp, W.
|
1723
|
0,5 : 0,5
|
| 6 |
Bernrader-Hauns, H.
|
1886
|
Biskup, J.
|
1708
|
0,5 : 0,5
|
| 7 |
Ast, B.
|
1897
|
Harsch, K.
|
1735
|
1 : 0
|
| 8 |
Dettweiler, C.
|
1870
|
Sprung, D.
|
1526
|
1 : 0
|
| DWZ-Schnitt/Gesamterg. |
1966
|
|
1766
|
5,5 : 2,5
|
Eine stark aufgestellte Mannschaft von OSG Baden-Baden IV schlug ersatzgeschwächte Vimbis deutlich mit 5,5:2,5. Nutznießer des Vimbucher Ausrutschers war Oberkirch, die vier (!) Spieler von Lahr II deutlich mit 7:1 besiegten und die Vizemeisterschaft feiern konnten. Bohlsbach fegte ohne ihre Spitzenbretter angetretene Gernsbacher mit 6:2 von den Brettern. Das Kellerduell zwischen Durmersheim und Bühlertal entschieden die Gastgeber mit 6:2 für sich und retteten sich somit aus eigener Kraft. Aber auch für Michael Bentz & Co. hat es dank des Iffezheimer Sieges gereicht. Glückwunsch an beide Teams zum Klassenerhalt – und nach Bühlertal nochmals ein Dankeschön für die Runde im „Hopfenschlingel“! Euch werfen wir doch immer gerne Steine in den Garten!
Die Liga verlassen müssen Kuppenheim II, denen wir eine schnelle Rückkehr wünschen sowie die Lahrer Reserve, die sich schon sehr früh in der Runde aufgegeben hatte. Von oben kehrt der SC Rastatt zurück, aus der Bereichsklasse steigen Brandeck-Turm Ohlsbach und Sasbach auf.
Und weil es gar so schön ist, hier noch die Abschlusstabelle der Landesliga 2008/09:
| Rang |
Mannschaft
|
DWZ |
Spiele |
G
|
R |
V |
Punkte |
Brettpunkte |
| 1 |
Iffezheim
|
1963
|
9
|
8 |
1
|
0
|
25
|
48 : 24
|
| 2 |
Oberkirch
|
1882
|
9
|
6
|
0
|
3
|
18
|
44 : 28
|
| 3 |
Vimbuch
|
1873
|
9
| 5
|
1
|
3
|
16
|
39,5 : 32,5
|
| 4 |
OSG Baden-Baden IV
|
1954
|
9
|
5
|
1
|
3 |
16
|
39 : 33
|
| 5 |
Bohlsbach
|
1886
|
9
|
5
|
0
|
4
|
15
|
39,5 : 32,5
|
| 6 |
Gernsbach 1949
|
1874
|
9
|
3
|
2
|
4
|
11
|
39,5 : 32,5
|
| 7 |
Durmersheim
|
1940
|
9
|
3
|
2
|
4
|
11
|
35 : 37
|
| 8 |
Bühlertal
|
1763
|
9
| 2
|
2
|
5
|
8
|
25,5 : 46,5
|
| 9 |
Cai Ro Kuppenheim II
|
1814
|
9
| 2
|
0
|
7
|
6
|
29,5 : 42,5
|
| 10 |
Lahr II
|
1682
|
9
| 1
|
1
|
7
|
4
|
20,5 : 51,5
|
Iffezheim II wird ungeschlagen Meister der Kreisklasse I (von Gerald Kramer)
Deutlicher als es zu erwarten war, wurde die letzte Partie gewonnen und so die Meisterschaft der Kreisklasse 1 sichergestellt. Großes Lob an alle Beteiligten!!
Es fing nicht gut an, als unser 3. Brett in Vimbuch nicht ankam. Wir waren wohl oder übel gezwungen das 8. Brett kampflos abzugeben und alle anderen mussten (durften) ein Brett nach oben rutschen.
Schnell konnte Mladenko den Ausgleich markieren. In seinem gewohnt sicheren Stil gewann er nach und nach die Oberhand. Kurze Zeit später folgte dann Christian, der mit den schwarzen Steinen eigentlich ständig die Initiative hatte und schließlich durch einen Abzug eine Figur und die Partie gewann. Als nächster siegte Marcus durch ein sehenswertes Opfer eines Springers gegen 4 Bauern und einer zerstörten Königsstellung seines Gegners. Die kleinen aber feinen Zwischenzuge machen es halt aus. Die Meisterschaft sicherte uns kurz darauf Mark durch seinen Sieg an Brett 2. Nach einer kleinen Ungenauigkeit in der Eröffnung konnte Mark aber den Rest recht sicher zu einem sehenswerten Matt mit Dame und Turm zu Ende bringen. Zu diesem Zeitpunkt bekam Dirk ein Remisangebot, welches er auch nach kurzem Zögern annahm. In seiner gewohnten Eröffnung (f4 – wie geht das eigentlich!?) war sauf dem Brett ständig etwas los. Schließlich durfte der Berichterstatter auch den vollen Punkt einfahren, nachdem sein Gegner den Damenfang nicht richtig eingeschätzt hatte. Zum Schluss gab dann Uwe in verlorener Stellung auf. Sein Problem fing eigentlich schon in der Eröffnung an, als er wohl einige Zugreihenfolgen verwechselte.
Aber mit dem doch sehr sicheren Sieg wurde eine überaus erfolgreiche Saison zu Ende gebracht. 7 Siege und lediglich 2 Remis sind eine stolzes Ergebnis. Wollen wir hoffen, dass wir in der Bezirksklasse auch mit halten können. Es wird schwer aber interessant.
Die Einzelresultate:
| Brett |
Vimbuch III
|
DWZ |
Iffezheim II
|
DWZ |
Ergebnis |
| 1 |
Bittner, Thomas
|
1524
|
Kramer, Gerald |
1835
|
0 : 1
|
| 2 |
Greis, Heiko
|
1441
|
Maltring, Mark
|
1781
|
0 : 1
|
| 3 |
Herma, Gerhard
|
1444
|
Haas, Marcus
|
1603
|
0 : 1
|
| 4 |
Roser, Wolfram
|
1275
|
Wetzel, Christian |
1552
|
0 : 1
|
| 5 |
Beranek, Jan
|
1272
|
Baumstark, Dirk
|
1546
|
0,5 : 0,5
|
| 6 |
Stiefel, Ricardo
|
882
|
Stabenau, Uwe
|
1354
|
1 : 0
|
| 7 |
Regenold, Felipe
|
1047
|
Jercic, Mladenko
|
1823
|
0 : 1
|
| 8 |
Timmann, Heinz
|
1227
|
-
|
-
|
1 : 0
|
| DWZ-Schnitt/Gesamterg. |
1264
|
|
1642
|
2,5 : 5,5
|
Meisterschaftsparty gegen Kuppenheim II - Vorschau auf den neunten und letzten Verbandsrundenspieltag (Christian)
Karfreitag, man sitzt in der Sonne auf der Terrasse und schaut auf dem Chessbase-Server zu, wie Hartmut Metz (CaiRo Kuppenheim) gerade GM Arkadij Naiditsch (ELO 2700) zerlegt – da kann man doch nebenbei gleich den Vorbericht für die neunte Runde schreiben...
In der Landesliga Mittelbaden-Ortenau sind fast alle Messen gesungen. Iffezheim I ist souveräner Meister dieser Klasse. Um die Vizemeisterschaft geht es noch zwischen Vimbuch und Oberkirch, nur noch rein theoretisch für OSG Baden-Baden IV. Lahr II ist abgestiegen. Die Bereichsklasse droht zudem noch Kuppenheim II (6 Punkte) sowie Bühlertal und Durmersheim (jeweils 8 Zähler). Und genau deshalb gilt es für das Iffzer Flaggschiff, noch einmal Vollgas im Sinne der Sportlichkeit zu geben. Die Ausgangslage für unsere Gäste aus Kuppenheim ist klar: Nur ein Sieg in der Iffezheimer Schule erhält den Rochadniks die Chance auf den Klassenerhalt. Dementsprechend stark dürfte der letztjährige Verbandsligist aufstellen. Ein Selbstläufer wird die Schlussrunde daher keineswegs. Dennoch ist der SCI natürlich Favorit. Das direkte Duell um den Vize zwischen OSG Baden-Baden IV und den Vimbis ist völlig offen. Nutznießer könnte bei einem Vimbucher Ausrutscher Oberkirch sein, die Lahr II deutlich besiegen werden. Für Bohlsbach und Gernsbach geht es in einem ausgeglichenen Duell nur noch um einen guten Saisonabschluss. Der Sieger von Durmersheim-Bühlertal bleibt ganz sicher in der Klasse, die nominell favorisierten Durmersheimer auch bei einer Punkteteilung.
Hartmut hat inzwischen seinen riesigen Vorteil mit 21. De6? so ziemlich auf ein Minimum schrumpfen lassen.
Ligaprimus Iffezheim II gastiert in der Kreisklasse I bei der dritten Mannschaft von Vimbuch. Nach dem Aufstieg sollte hier auch die Meisterschaft klar gemacht werden, zumal bei viereinhalb Brettpunkten Vorsprung ein 4:4 reicht, um vor der Sasbacher Reserve zu bleiben.
Da der Tabellenzweite der Kreisklasse III, Ottenhöfen II, die Saison bereits beendet hat, geht es in einem direkten Duell zwischen Tabellenführer Muggensturm III und Iffezheim IV um die Meisterschaft und den Aufstieg in die zweite Kreisklasse. Mit einem Sieg von Markus Ehrlachers Jungs wäre alles klar; bei einem 4:4 muss man auf einen gleichzeitigen Ausrutscher von Sasbach III gegen Durmersheim IV hoffen, mit dem aber nicht zu rechnen ist. Drücken wir also die Daumen – drei Aufstiege in einer Spielzeit, das hätte doch etwas!
Und Hartmut hat letztlich immerhin ein Remis erreicht – Glückwunsch aus Iffezheim hierzu!
Aufstieg! Gernsbach - Iffezheim 4:4 (Christian Dettweiler)
Es ist geschafft. Mit einem 4:4 in Gernsbach holte Iffezheim I den noch fehlenden Punkt zur Meisterschaft und bescherte dem SCI die dritte Verbandsligateilnahme der Vereinsgeschichte. Und das im Gegensatz zu den beiden vorherigen Meisterschaften so souverän, wie man es in der Landesliga Mittelbaden-Ortenau – sieht man einmal von aufgerüsteten Ooser Mannschaften ab – seit dem Kuppenheimer Durchmarsch in den Achtziger Jahren nicht mehr erlebt hat. Durch die Punkteteilung rissen auch zwei Serien: Zum einen die seit zehn Jahren andauernde Niederlagenfolge gegen die Murgtäler. Zum anderen stellte das Mannschaftsremis den ersten Iffezheimer Punktverlust nach 13 Landesligasiegen in Folge dar – aber das ließ sich heute leicht verschmerzen.
Der Kampf begann mit einem positionellen Bauernopfer von Jörg gegen Eric Lutz – eine Kopie von Jörgs Partie in Oberkirch. Wie schon damals hatte Jörg deutliche Kompensation. Gut sah es auch schnell bei Bernhard gegen Goce Gjorseski aus, dagegen stand Topscorer Harry überraschend schnell gegen Fabian Sitzler platt. Viel Taktik war schon früh an Brett 8 zwischen Stefan Rothfuß und dem Berichterstatter zu vermerken.
Nahezu zeitgleich strecken dann Harald und auch Gernsbachs Harro Häfele am Spitzenbrett gegen Markus die Waffen. An allen übrigen Brettern einigte man sich daraufhin bald mannschaftsdienlich auf Punkteteilungen – unter dem Strich zu diesem Zeitpunkt gerecht, standen doch auf der einen Seite Bernhard und auf der anderen Seite Pierre Schmitt gegen Colin besser, an allen anderen Brettern waren unklare oder völlig ausgeglichene Stellungen zu verzeichnen. Gernsbach bleibt damit sicher in der Landesliga und wird nächstes Jahr einen erneuten Anlauf auf die Spitze versuchen. Und wir fahren so lange nach Dreisamtal, Lahr, Steißlingen, Dreiländereck oder sonst wo hin quer durch Südbaden.
Die Einzelresultate:
| Brett |
SC Gernsbach
|
DWZ |
SC Iffezheim
|
DWZ |
Ergebnis |
| 1 |
Häfele, H
|
1683
|
Merkel, M |
2107
|
0 : 1
|
| 2 |
Ackermann, D
|
2252
|
Raka, R
|
2109
|
0,5 : 0,5
|
| 3 |
Lutz, E
|
2213
|
Eiler, J
|
2060
|
0,5 : 0,5
|
| 4 |
Schmitt, P
|
1977
|
Kramer, C |
1882
|
0,5 : 0,5
|
| 5 |
Gaisbauer, R
|
1923
|
Manz, A
|
1917
|
0,5 : 0,5
|
| 6 |
Sitzler, F
|
1801
|
Bernrader-Hauns, H
|
1886
|
1 : 0
|
| 7 |
Gjorseski, G
|
1811
|
Ast, B
|
1872
|
0,5 : 0,5
|
| 8 |
Rothfuß, St
|
1695
|
Dettweiler, C
|
1594
|
0,5 : 0,5
|
| DWZ-Schnitt/Gesamterg. |
1911
|
|
1963
|
4 : 4
|
Vergeblich auf einen Iffezheimer Ausrutscher hoffte man also in Vimbuch. Aber wie sich herausstellte, hätte auch ein solcher den Vimbis nicht gereicht, da sie selbst trotz deutlicher Favoritenrolle in Bühlertal über ein 4:4 nicht hinauskamen. Inzwischen wird ein Bühlertaler Klassenerhalt, an den noch vor kurzem niemand mehr glauben mochte, immer wahrscheinlicher.
Ein ersatzgeschwächtes Team von OSG Baden-Baden IV bezwang mit noch mehr Ersatz angetretene Bohlsbacher mit 5,5:2,5. Durmersheim erreichte trotz nominell haushoher Überlegenheit von 140 DWZ-Punkten im Schnitt bei Lahr II nur ein 4:4 und muss bis zuletzt zittern. Fest steht mit diesem Resultat allerdings auch, dass wir die Lahrer Reserve aus der Liga verabschieden müssen. Die „besten“ Aussichten, Lahr in die Bereichsklasse zu begleiten, hat ausgerechnet Verbandsligaabsteiger CaiRo Kuppenheim II, die gegen Oberkirch mit 3,5:4,5 knapp den kürzeren zogen. Da der SC Rastatt seit heute auch rechnerisch aus der Verbandsliga abgestiegen ist, gibt es definitiv mindestens zwei Absteiger aus der Landesliga.
Und weil es gar so schön anzuschauen ist, hier noch die aktuelle Tabelle:
| Rang |
Mannschaft
|
Spiele |
G
|
R |
V |
Punkte |
Brettpunkte |
| 1 |
Iffezheim
|
8
|
7 |
1
|
0
|
22
|
42,5 : 21,5
|
| 2 |
Vimbuch
|
8
|
5
|
1
|
2
|
16
|
37 : 27
|
| 3 |
Oberkirch
|
8
| 5
|
0
|
3
|
15
|
37 : 27
|
| 4 |
OSG Baden-Baden IV
|
8
|
4
|
1
|
3 |
13
|
34 : 30
|
| 5 |
Bohlsbach
|
8
|
4
|
0
|
4
|
12
|
33 : 31
|
| 6 |
Gernsbach 1949
|
8
|
3
|
2
|
3
|
11
|
37,5 : 26,5
|
| 7 |
Durmersheim
|
8
|
2
|
2
|
4
|
8
|
29 : 35
|
| 8 |
Bühlertal
|
8
| 2
|
2
|
4
|
8
|
23,5 : 40,5
|
| 9 |
Cai Ro Kuppenheim II
|
8
| 2
|
0
|
6
|
6
|
27 : 37
|
| 10 |
Lahr II
|
8
| 1
|
1
|
6
|
4
|
19,5 : 44,5
|
Iffezheim II kehrt in die Bezirksklasse zurück (von Markus Ehrlacher)
Mit einem sicheren und verdienten 5,5:2,5-Sieg gegen Kuppenheim III sicherte die Reserve des Schachclub Iffezheim bereits einen Spieltag vor Schluss das Erreichen der ersten beiden Plätze, die zum Aufstieg in die Bezirksklasse berechtigen.
Iffezheim konnte mit einem Doppelschlag an den Brettern zwei und acht mit einer beruhigenden 2:0-Führung im Rücken das restliche Match angehen. Mark Maltring konnte in einem Doppelturm- und Läuferendspiel die Qualität gewinnen und in Verbindung mit einem weit vorgerückten Freibauern den Sieg erzwingen. Ebenfalls mit den weißen Steinen gewann Topscorer Mladenko Jercic, der bisher in dieser Saison alle Partien für sich entscheiden konnte. Es folgten zwei leistungsgerechte Remis von John Schott und Christian Wetzel, die zum 3:1-Zwischenstand führten. John hatte aus dem Anzugsvorteil nichts herausgeholt und musste aufgrund seiner geschwächten Bauernstruktur mit dem Remis zufrieden sein. Christian spielte sehr solide und erreichte mit den schwarzen Steinen ein sicheres Remis; die Partie befand sich jederzeit im Gleichgewicht und endete in einem ungleichfarbigen Läuferendspiel. Am Spitzenbrett hatte auch Gerald Kramer in der französischen Abtauschvariante wenig Mühe die Gewinnversuche seines Kontrahenten zu neutralisieren. In einem Springerendspiel mit symmetrischer Bauerstruktur war der Friedensschluss nach 32 Zügen die logische Folge. Ersatzmann Jens Stabenau musste nach verunglücktem Eröffnungsverlauf in einer spanischen Partie mit einer ruinierten Bauernstruktur leben. Die Schwächen in seiner Stellung konnte er nicht kompensieren, so dass Fritz Kolb zum 2,5:3,5 aus Kuppenheimer Sicht verkürzen konnte. Zum Matchwinner avancierte Thomas Oesterle, der, nachdem sein Gegner in der Eröffnung einen nötigen Bauerntausch im Zentrum ausgelassen hatte, zu einer vorteilhaften Stellung kam. Die schwarze Stellung krankte an einem schlechten Läufer und einem rückständigen Bauern und Thomas gelang es dadurch die Qualität und einen Bauern zu gewinnen. Thomas spielte die Partie sicher zu Ende, und nach fünfzig Zügen war sein Sieg, und damit auch der Mannschaftskampf, unter Dach und Fach. Für den Schlusspunkt sorgte Mannschaftsführer Markus Ehrlacher mit dem einzigen Schwarzsieg des Tages. Ein Bauernaufmarsch am Königsflügel und ein Damenschwenk mit einem drohenden Abzugsschach, führten kurz vor der Zeitkontrolle zu einem Figurengewinn. Die Verwertung der Mehrfigur bereitete im Endspiel keine Mühe und nach über vier Stunden Spielzeit war der 5,5:2,5 Mannschaftssieg perfekt. Aufgrund des guten Brettpunkteverhältnisses reicht nun am letzten Spieltag am 18.04.09 in Vimbuch ein 4:4-Mannschaftsremis, um als Meister der Kreisklasse I die Meisterschaft und den Aufstieg zu feiern.
Die Einzelresultate:
| Brett |
SC Iffezheim II
|
DWZ |
Kuppenheim III
|
DWZ |
Ergebnis |
| 1 |
Kramer, Gerald
|
1844
|
Roth, Thomas |
1851
|
0,5 : 0,5
|
| 2 |
Maltring, Mark
|
1772
|
Lauckner, Tobias
|
1579
|
1 : 0
|
| 3 |
Ehrlacher, Markus
|
1758
|
Schlangen, Waldemar
|
1587
|
1 : 0
|
| 4 |
Oesterle, Thomas
|
1631
|
Ehret, Ralf |
1430
|
1 : 0
|
| 5 |
Wetzel, Chrisian
|
1552
|
Probka, Jakiv
|
1539
|
0,5 : 0,5
|
| 6 |
Schott, John
|
1494
|
Waschek, Michael
|
1409
|
0,5 : 0,5
|
| 7 |
Stabenau, Jens
|
1364
|
Kolb, Fritz
|
1369
|
0 : 1
|
| 8 |
Jercic, Mladenko
|
1823
|
Scheuermann, Konstantin
|
1594
|
1 : 0
|
| DWZ-Schnitt/Gesamterg. |
1655
|
|
1594
|
5,5 : 2,5
|
Die vierte Mannschaft spielt 3:3-Unentschieden (von Markus Ehrlacher)
Gegen eine nominell stärkere Mannschaft aus Sasbach kam der Tabellenführer aus Iffezheim in der Kreisklasse III lediglich zu einem Unentschieden. Eine überzeugende Partie spielte an Brett sechs Daniel Niestroj, der für die Führung sorgte. Michael Florath, Markus Strobel und Clemens Merkel spielten Remis, ebenso wie Daniel Zoller, der immerhin mit den schwarzen Steinen gegen einen stärkeren Gegner bestehen konnte. Leider musste Marius Merkel an Brett zwei gegen einen ebenfalls stärkeren Gegner eine Niederlage quittieren, und damit den 3:3-Ausgleich im Mannschaftskampf zulassen. Durch dieses Remis fiel die vierte Mannschaft auf den zweiten Platz hinter dem neuen Tabellenführer aus Muggensturm zurück. In der letzten Runde trifft das junge Team in Muggensturm in einem richtigen Endspiel auf den Tabellenersten, denn der Sieger wird Meister, der Verlierer wohl auf den dritten Platz zurückfallen und den Aufstieg verpassen, da mit einem Sasbacher Sieg gegen Durmersheim zu rechnen ist.
Die Einzelresultate:
| Brett |
Iffezheim IV
|
DWZ |
Sasbach III
|
DWZ |
Ergebnis |
| 1 |
Strobel, Markus
|
1216
|
Rennschler, Erich |
1322
|
0,5 : 0,5
|
| 2 |
Merkel, Marius
|
1082
|
Christ, Tobias
|
1279
|
0 : 1
|
| 3 |
Zoller, Daniel
|
923
|
Grünbacher, Stefan
|
1160
|
0,5 : 0,5
|
| 4 |
Merkel, Clemens
|
910
|
Doll, Maurice
|
841
|
0,5 : 0,5
|
| 5 |
Florath, Michael
|
963
|
Doll, Hanah
|
-
|
0,5 : 0,5
|
| 6 |
Niestroj, Daniel
|
811
|
Holstein, David
|
-
|
1 : 0
|
| DWZ-Schnitt/Gesamterg. |
|
|
|
3 : 3
|
Iffezheim I beim Angstgegner - Vorschau auf den achten Verbandsrundenspieltag (Christian)
Sechs Punkte und fünfeinhalb Brettpunkte trennen Iffezheim I vom Tabellenzweiten Vimbuch. Die Verbandsliga scheint greifbar nah. Doch vorher muss die Erste den traditionell schweren Gang nach Gernsbach antreten, gegen die man seit sage und schreibe zehn Jahren nur Niederlagen kassiert hat. In Bestbesetzung sind die Murgtäler, die mit Daniel Ackermann und Eric Lutz die besten Spitzenbretter der Liga aufweisen, leicht favorisiert. Dennoch sollte der fehlende Punkt zur Meisterschaft am kommenden Wochenende machbar sein. Hierzu bedarf es allerdings einer erheblichen Leistungssteigerung gegenüber den beiden letzten Runden, in denen man mit mehr Glück als Verstand zwei Siege anstatt zweier Niederlagen (die sich jeweils zwischenzeitlich klar abgezeichnet hatten) einfuhr.
Auf einen Iffezheimer Ausrutscher hofft man natürlich in Vimbuch. Nominell sind die Vimbis in Bühlertal klar favorisiert. Doch das waren zuletzt auch andere Teams, gegen die Bühlertal aber jeweils Zählbares einfahren konnte. Ein Selbstläufer wird es für den Tabellenzweiten jedenfalls nicht.
In einem bedeutungslosen Spiel empfängt OSG Baden-Baden IV Bohlsbach. In Topbesetzung sollten die Gäste leicht im Vorteil sein. Bleiben noch die Kellerduelle. Hier sollte Durmersheim bei Lahr II den entscheidenden Schritt aus dem Tabellenkeller machen und gleichzeitig die Lahrer Reserve aus der Liga verabschieden. Allenfalls Außenseiterchancen muss man in Oberkirch Kuppenheim II einräumen, denen der Aufstellungspoker der ersten beiden CaiRo-Teams am letzten Spieltag nichts genützt hat.
Ligaprimus Iffezheim II empfängt in der Kreisklasse I die dritte Mannschaft von CaiRo Kuppenheim. Rein nominell sind Gerald, Mark, Markus und Co. klar favorisiert. Mit einem Dreier wäre angesichts des deutlich besseren Brettpunkteverhältnisses als die Verfolger der Aufstieg in die Bezirksliga wohl unter Dach und Fach.
Für Iffezheim III ist die Liga beendet, und das auf einem Abstiegsplatz der zweiten Kreisklasse. Eine winzige Chance auf den Klassenerhalt besteht dennoch, aber nur, wenn die Achterliga aufgestockt werden sollte.
Iffezheim IV bezog am letzten Spieltag in Ottenhöfen eine deftige Klatsche. Die Tabellenführung in der Kreisklasse III behielt unser Nachwuchsteam zwar, es wird jedoch sehr eng, zumal in den verbleibenden Runden die unmittelbaren Verfolger warten. Mit dem Tabellendritten Sasbach III gastiert das nominell stärkste Team der Liga am achten Spieltag in der Iffezheimer Schule. Hoffen wir, dass bei Markus’ Jungs die Nerven halten und der eine oder andere Jugendliche auch einmal seine Bedenkzeit ausschöpft. Denn dann ist alles möglich.
Glücklicher Heimerfolg gefährdet den Klassenerhalt: Iffezheim - Bohlsbach 4,5:3,5 (Christian Dettweiler)
Ohne ihre beiden starken Franzosen Machin und Labadie trat der Tabellendritte Bohlsbach zur siebten Landesligarunde in der Iffezheimer Grundschule an. Unglücklich für die Gäste war dabei vor allem, dass Machin so kurzfristig erkrankte, dass kein Ersatz mehr für ihn gefunden werden konnte und der Berichterstatter zu einem kampflosen Punkt kam.
Doch wer gedacht hatte, dass die schnelle Führung Iffezheim I beflügelt, sah sich bald getäuscht. Bernhard stand gegen Jochen Walther schnell schlecht, Jörg gegen Paul Mangei zumindest bedenklich. Lediglich Andi wies einen souveränen Positionsvorteil gegen Tristan Martin auf.
Den zweiten Zähler holte – wie könnte es in dieser Saison anders sein – Harry. Trotz eines lästigen schwarzen Springers auf c4 entfachte unser Zugspitzmeister viel Druck am Damenflügel gegen Michael Rüttens lange Rochade. Ein Blackout des Bohlsbachers kostete Figur und Partie. Doch die Freude währte nur kurz: Bernhard musste aufgeben, bald darauf mit dem gleichen Ergebnis gefolgt von Andi, der im Mittelspiel seinen Vorteil Zug um Zug aus der Hand gegeben hatte. Da Jörg (ohne Kompensation) und Ramadan (mit Kompensation) inzwischen mit Minusbauern agieren mussten und auch Markus schlecht stand, setzten nur noch wenige Kiebitze nach etwa drei Stunden auf auch nur einen Iffezheimer Teilerfolg.
Am zweiten Brett setzte sich dann einfach der stärkere Spieler durch. Ein furchtbarer Läufer auf e5 machte Sengsavath Sengsouriyas König letztlich den Garaus – 3:2 für den SCI. In hochgradiger Zeitnot erschwindelte sich anschließend Jörg, der zwischenzeitlich deutlich auf Verlust gestanden hatte, ein Remis.
Youngster Colin schaffte dann in einer dramatischen, taktisch geprägten Partie den vielleicht (wahrscheinlich? hoffentlich?) wichtigsten Einzelerfolg der gesamten Spielzeit. Sein Erfolg gegen Claude Martin bedeutete den Mannschaftssieg und vor allem einen Verfolger weniger. Die abschließende Niederlage von Markus am Spitzenbrett gegen Cedric Martin ließ sich so verschmerzen.
Reden wir nicht lange drum herum: Heute hat nicht die bessere Mannschaft gewonnen, sondern die glücklichere. Über ein 4:4 oder eine knappe Niederlage hätte sich kein Iffezheimer beschweren können.
Die Einzelresultate:
| Brett |
SC Iffezheim
|
DWZ |
Bohlsbach
|
DWZ |
Ergebnis |
| 1 |
Merkel, M.
|
2107
|
Martin, Ce. |
2094
|
0: 1
|
| 2 |
Raka, R.
|
2109
|
Sengsavath, S.
|
1988
|
1 : 0
|
| 3 |
Eiler, J.
|
2060
|
Mangei, P
|
1978
|
0,5 : 0,5
|
| 4 |
Kramer, C.
|
1882
|
Martin, Cl.
|
1906
|
1 : 0
|
| 5 |
Manz, A.
|
1917
|
Martin, T.
|
1883
|
0 : 1
|
| 6 |
Bernrader-Hauns, H
|
1886
|
Rütten, M.
|
1702
|
1 : 0
|
| 7 |
Ast, B.
|
1872
|
Walther, J.
|
1514
|
0 : 1
|
| 8 |
Dettweiler, C.
|
1870
|
-
|
|
1 : 0
|
| DWZ-Schnitt/Gesamterg. |
1963
|
|
1866
|
4,5 : 3,5
|
Für Oberkirch fuhr der Aufstiegszug durch ein 2:6 gegen bärenstark aufgestellte Gernsbacher endgültig ab. Einen klaren 6,5:1,5-Sieg landete hingegen Vimbuch gegen Schlusslicht Lahr.
Weiter in der Erfolgsspur fährt Bühlertal. Auch gegen eine im Schnitt 210 DWZ stärkere Mannschaft der OSG Baden-Baden IV erreichte der Aufsteiger eine mehr als achtbare Punkteteilung und darf sich weiter berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen. Das Kellerduell zwischen Durmersheim und CaiRo Kuppenheim II entschieden die Gastgeber knapp mit 4,5:3,5 für sich und schafften damit einen kleinen Befreiungsschlag, während die Rochadniks auf einen Abstiegsplatz zurückfielen.
Zwei Runden vor Schluss hat der SCI nun zwei Matchbälle für die Meisterschaft. Nur noch Vimbuch kann das dritte Verbandsligagastspiel von Iffezheim verhindern. Aber Achtung: Bereits in zwei Wochen reist der SCI zu Angstgegner Gernsbach, gegen die es seit zehn(!) Jahren ausschließlich Niederlagen setzte.
Iffezheim II übernimmt Tabellenführung (von Markus Ehrlacher)
Mit einem sicheren 5,5:2,5-Auswärtssieg im Spitzenspiel gegen den ersatzgeschwächten Gastgeber aus Sasbach, übernahm die Reserve des SC Iffezheim die Tabellenführung in der Kreisklasse I. Nach einem kamplosen Sieg an Brett acht baute Thomas Oesterle mit den schwarzen Steinen die Führung auf 2:0 aus. Trotz missratener Eröffnungsbehandlung gelang es ihm gegen seinen jungen Gegner im Gegenangriff eine Figur und die Partie zu gewinnen. John Schott spielte solide, erreichte eine vorteilhafte Stellung und profitierte schließlich von einem unnötigen Qualitätsopfer seines Gegenübers. Nach der 3:0-Führung folgten zwei Remisvereinbarungen von Gerald Kramer und Christian Wetzel, um die Grundlage für den Mannschaftssieg zu legen. Gerald hatte aufgrund der besseren Bauernstruktur und dem schlechten Läufer seines Gegners die Oberhand gewonnen. Aufgrund eines verfrühten Bauerngewinns erlaubte er seinem Gegner sich aus der Umklammerung zu lösen und Gegenspiel zu initiieren, so dass er durch Zugwiederholung ins Remis einlenkte. Zeitgleich gab auch Christian Wetzel mannschaftsdienlich seine Partie Remis. Christian hatte zwar eine Mehrfigur und die bessere Stellung, wollte aber mit acht Minuten Bedenkzeit für noch fünfzehn Züge bis zur Zeitkontrolle nichts riskieren. Mit der 4:1-Führung im Rücken war der Mannschaftssieg so gut wie sicher, da in den drei noch laufenden Partien lediglich Marcus Haas mit einer Minusqualität auf verlorenem Posten stand. Mannschaftsführer Markus Ehrlacher hatte aus dem Anzugsvorteil nichts herausgeholt und sich auf einen Isolani eingelassen. Durch die fehlende Figurenaktivität musste er sich passiv verteidigen und hatte nichts gegen die Remisvereinbarung einzuwenden, die ihm sein Kontrahent, aufgrund der Aussichtslosigkeit noch alle drei Partien zu gewinnen, angeboten hatte. Danach war auch die einzige Niederlage von Marcus zu verschmerzen, der sich lange mit der Minusqualität gewehrt hatte. Den Schlusspunkt setzte mit seinem Sieg Mark Maltring, der, nachdem sein Gegner noch die Türme getauscht hatte, das gewonnene Bauernendspiel ohne Probleme verwertete. Durch den Sieg konnte man einen weiteren Schritt Richtung Aufstieg machen, wenngleich der Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz weiterhin lediglich drei Punkte beträgt. In den letzten beiden Spielen benötigt man somit theoretisch noch einen Sieg und ein Unentschieden, um den Aufstieg in die Bezirksklasse sicher zu schaffen.
Die Einzelresultate:
| Brett |
Sasbach II
|
DWZ |
SC Iffezheim II
|
DWZ |
Ergebnis |
| 1 |
Miemitz, Marcel
|
1758
|
Kramer, Gerald |
1835
|
0,5 : 0,5
|
| 2 |
Weingärtner, Simon
|
1639
|
Maltring, Mark
|
1781
|
0 : 1
|
| 3 |
Schell, Wolfgang
|
1567
|
Ehrlacher, Markus
|
1758
|
0,5 : 0,5
|
| 4 |
Riehle, Marco
|
1361
|
Oesterle, Thomas |
1631
|
0 : 1
|
| 5 |
Siegmann, Carsten
|
1445
|
Haas, Marcus
|
1603
|
1 : 0
|
| 6 |
Soleimani, Kazem
|
1494
|
Wetzel, Christian
|
1552
|
0,5 : 0,5
|
| 7 |
Renschler, Erich
|
1322
|
Schott, John
|
1494
|
0 : 1
|
| 8 |
-
|
|
Jercic, Mladenko
|
1823
|
0 : 1
|
| DWZ-Schnitt/Gesamterg. |
1512
|
|
1685
|
2,5 : 5,5
|
Iffezheim III beendet Saison auf Abstiegsplatz
Mit einer unnötigen Niederlage gegen Bühlertal beendete die dritte Mannschaft der Iffezheimer eine unglückliche Saison.
Zu Beginn gelang es denn Iffezheimer durch die beiden Siege der Nachwuchshoffnungen Lennart Manz (Brett 6) und Simon Niestroj (Brett 7) in Führung zu gehen. Durch eine Unachtsamkeit verlor Wolfgang Sälzle seine Partie an Brett 8. Das ausgeglichene Spiel von Jens Stabenau (Brett 2) führte zum Remis und der 2 ½ : 1 ½ Führung. Nach der Niederlage Stefan Riedingers (Brett 5) und dem Remis durch Dirk Baumstark (Brett 1) stand es 3:3 und ein knapper Sieg schien machbar. Eine äusserst unglückliche Niederlage von Uwe Stabenau (Brett 3),der aufgrund fehlerhafter Notation im 39. Zug die Zeitgrenze überschritt und eine vorteilhafte Stellung aufgeben musste, zerstörte jedoch jegliche Hoffnung. Nun fiel es auch nicht mehr ins Gewicht, dass Roland Heitz eine ausgeglichene Stellung noch verdarb und somit die 3:5 Niederlage besiegelte.
Bericht zum Achertalpokal 2009:
Mit Jörg Eiler und Bernhard Ast war der SC Iffezheim beim diesjährigen Achertalpokal mit zwei Teilnehmern vertreten. Neben dem Vorjahressieger Frank Pluschke (DWZ 2030) aus Oberkirch gehörten beide Iffezheimer zum Favoritenkreis in dem 21 Teilnehmer umfassenden Starterfeld.
Den Auftakt zur Einzelrunde am Donnerstag Abend verlief für Bernhard ganz mühelos nach einem Eröffnungspatzer seines Gegenübers Marco Riehle (1468; SF Sasbach), Jörg musste sich ein etwas ausgiebiger mühen, ehe auch er seinen Punkt gegen Luka Jovanovic (1535; SK Ottenau) eingefahren hatte.
Die Doppelrunde am Samstag hatte es dann in sich: Jörg hatte bei der Hinfahrt auf der Autobahn ein unerfreuliches Fotoshooting, Bernhard traf rund 20 Minuten verspätet ein, nachdem er bei seinem Fahrzeug einen Federbruch festgestellt hatte und erst noch ein Ersatzfahrzeug beschaffen musste. Während sich Jörg wenigstens in den beiden Samstagsrunden mit 2 Siegen gegen Raphael Merz (1725; SK Ottenau) und Eduard Braun (1758; SC Ottenhöfen-Seebach) schadlos hielt, musste Bernhard mit dem Remis am Vormittag gegen den stark aufspielenden Manfed Lachnit (1558; Sulzfeld) hochzufrieden sein, lag er doch schon soweit im Hintertreffen, dass er sich von Jörg fragen lassen musste, warum er denn nicht aufgebe. Nachmittags bewies Bernhard dann gegen Jörgs Vormittagsgegner Raphael Merz, dass ein Läuferpaar im Endspiel stärker ist als das Springerpaar und fuhr den ganzen Punkt ein.
Die sonntäglich Vormittagsrunde war für beide Iffezheimer dann “tödlich“: Bernhard musste bereits nach 19 Zügen gegen Eduard Braun nach einem sehenswerten Mattangriff mit Turmopfer die Waffen strecken, im Spitzenspiel konnte Jörg seine Bauernschwächen im Endspiel gegen Frank Pluschke nicht verteidigen, womit schon ein Vorentscheidung um den diesjährigen Titel zugunsten des Titelverteidigers gefallen war. Pluschke remisierte in der Nachmittagsrunde schnell zum erneuten Titelgewinn, Jörg fidelte mit Momin Ahmad (1523) den dritten Ottenauer soverän ab und auch Bernhard überzeugte mit einem Sieg gegen Luka Jovanovic.
Fazit: Beide Iffezheimer zeigten noch “Luft nach oben“, die beim kommenden Mannschaftskampf gegen Bohlsbach nicht auftreten sollte. Ansonsten war der Achertalpokal ein auch diesmal wieder in heimeliger, freundschaftlicher Atmosphäre ausgetragenes Turnier, das noch mehr regionalen Zuspruch verdient hätte.
Endplatzierungen:
1.Frank Pluschke (2030; Oberkirch) 4,5 Pt.
2.Jörg Eiler (2066; Iffezheim) 4,0 Pt., 15,5 BH
3.Thomas Belikan (1732; Bühlertal) 4,0 Pt., 14,0 BH
4.Manfred Lachnit (1558; Sulzfeld) 3,5 Pt., 15,0 BH
5.Bernhard Ast (1874; Iffezheim) 3,5 Pt., 12,5 BH
6.Alexander Altach (-ohne-; Bühlertal), 3,5 Pt. 12,0 BH
vor weiteren 15 Teilnehmern
Showdown in der Kreisklasse I - Vorschau auf den siebten Verbandsrundenspieltag (Christian)
Iffezheim I empfängt am siebten Spieltag der Landesliga Mittelbaden-Ortenau 2008/09 das Team aus Bohlsbach. So leicht wie im Vorjahr, als der SCI deutlich die Oberhand behielt, wird es dieses Mal definitiv nicht, denn heuer können die Gäste auf ihre komplette „Elsassauswahl“ zurückgreifen, die immerhin sechs der acht Stammspieler umfasst. In dieser Bestbesetzung sind die Ortenauer nominell leicht favorisiert, dennoch darf man ein offenes und enges Match zwischen dem Tabellenführer und dem Ligadritten erwarten.
Mit einem Sieg wäre Bohlsbach wieder dick drin im Aufstiegsrennen. Dies liegt vor allem daran, dass der ursprünglich für den 4./5. April 2009 vorgesehene neunte Spieltag verlegt wird. An diesem Wochenende findet in Baden-Baden, Kehl und Straßburg der NATO-Gipfel statt, weshalb auf Grund von Sicherheitsvorkehrungen für die Staatsgäste mit größeren Verkehrsbehinderungen in der Region zu rechnen ist. Deshalb hat der Landesspielausschuss beschlossen, die Schlussrunde um 14 Tage auf den 18./19. April zu verlegen. Dies wiederum bedeutet, dass Bohlsbach nicht, wie zunächst erwartet, am Ende auf seine französischen Gastspieler verzichten muss – was automatisch eine Niederlage impliziert - und somit weiterhin Chancen auf die Meisterschaft hat.
Aufstiegschancen rechnen sich gewiss auch noch Oberkirch und Vimbuch aus, für den Rest der Liga ist der Zug abgefahren. Oberkirch empfängt Gernsbach und sollte sich hier knapp durchsetzen. Mit einem klaren Sieg ist auch in Vimbuch zu rechnen, wo Schlusslicht Lahr sein wohl vorerst drittletztes Landesligagastspiel gibt.
Vor einer schweren Aufgabe steht Bühlertal, die zuletzt mit zwei starken Auftritten die Abstiegsränge verlassen haben. OSG Baden-Baden IV dürfte aber eine Nummer zu groß sein. So bleibt Michael Bentz & Co. wohl nur, auf einen günstigen Ausgang des Kellerduells zwischen Durmersheim und CaiRo Kuppenheim II zu hoffen. Nominell sind hier sicherlich die Gastgeber im Vorteil, aber die Außenseiterrolle lag den Rochadniks ja zuletzt schon einmal.
Das absolute Schlagerspiel der Kreisklasse I steigt in Sasbach, wo die dortige Reserve und Ligaprimus Verfolger Iffezheim II empfängt. Mindestens einen Punkt sollten Gerald, Mark, Markus & Co. schon entführen, will man die Verfolger nicht gefährlich nah herankommen lassen. In Topbesetzung und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung müsste dies auch gelingen, nominell ist unsere Reserve gewiss im Vorteil. Mit einem Sieg kann der Aufstiegssekt zumindest schon einmal kalt gestellt werden.
Düster sieht es hingegen in der Kreisklasse II für Iffezheim III aus. Nach der Niederlage in Rastatt rutschte das Team um Dirk Baumstark auf den vorletzten- und damit einen Abstiegsplatz ab. Und ausgerechnet jetzt gastiert der ungeschlagene Tabellenführer Bühlertal III in der Iffezheimer Schule. Hier ist schon eine besondere Leistung vonnöten, um Zählbares zu ergattern. Rein nominell ist die Dritte mit den Spitzenteams der Liga auf Augenhöhe, nur ruft sie es leider zu selten ab.
Iffezheim IV eroberte mit einem sicheren Sieg am sechsten Spieltag die Tabellenführung von Durmersheim IV zurück. Nun geht die Reise nach Ottenhöfen-Seebach, wo die dortige Zweite die letzte Chance auf den Aufstieg ergreifen möchte. Ottenhöfen stellt nominell das zweitstärkste Team der Liga und ist von der Papierform her klar favorisiert. Aber diese Rolle lag unserer nach wie vor ungeschlagenen Nachwuchsmannschaft bereits fünf Male, warum nicht auch ein sechstes Mal?
Im Übrigen hat Bohlsbachs „Macher“ Bernd Walther wieder sein beliebtes Auf- und Abstiegsszenario eingestellt. Wer sich auf einen Blick über die Konstellationen in den verschiedenen Ligen informieren möchte, sollte einmal hierher klicken.
Tage wie dieser: OSG Baden-Baden IV - Iffezheim 3,5:4,5 (Christian Dettweiler)
Es gibt solche Tage, an denen läuft gar nichts zusammen. Und dann gibt es wieder solche Tage, an denen das wiederum egal ist. Und ein solcher war der 8. Februar 2009. Nie und nimmer hätte jemand nach etwa drei Stunden etwas auf Iffezheim I gewettet. Aber wie gesagt – es gibt solche Tage.
Dieser Tag begann mit einem schnellen Remis durch Zugwiederholung zwischen Dr. Stefan Niessen und Colin. Es folgte ein ziemlicher „Abstich“ vom heute indisponierten Bernhard durch Dr. Katsnelson. Und abgesehen von Haralds Brett stand es überall ausgeglichen; bei Ramadan (Stellung) und Markus (Minusbauer mit etwas Kompensation) wähnten die Kiebitze die Gastgeber im Vorteil. Wie sagte Bernhard bei einer Zigarettenpause: „Ich habe schlecht gespielt, und alle anderen machen es mir gerade nach“.
Harry opferte dann gegen Mikhail Leonov schön eine Figur für zwei Bauern und gewinnbringenden Angriff und sorgte bald für den Ausgleich. Doch die Freude währte nicht lange; Ramadan konnte dem Druck von Julia Bochis auf seine Königsstellung nicht mehr standhalten und verlor. Inzwischen hatte Markus deutliche Kompensation erlangt; Thomas Bittner spielte quasi mit zwei Figuren weniger, da ein Turm auf a8 und ein Läufer auf c8 am Spiel nicht teilnahmen. Ein schönes Turmopfer brachte den Sieg für unsere Nr. 1. Es folgte ein unspektakuläres Remis zwischen Jörg und Patrick Bittner.
Ich hatte lange Zeit Raumvorteil gegen Arnold Zubkov, aber irgendwie nichts Greifbares. Ein etwas zu optimistischer Angriff am Königsflügel brachte mir einen Minusbauern ein, allerdings mit deutlicher Kompensation. Nach 44 Zügen willigte Zubkov in die Zugwiederholung ein.
Blieb noch Gerald, der heute für den erkrankten Andi eingesprungen war. Unser Edelreservist agierte mit Mehrqualität im Turm/Läuferendspiel bei gleichen Bauern am selben Flügel. Die Kiebitze frohlockten schon, als Gerald seine Qualität für einen Mehrbauern im Bauernendspiel opferte. Doch einige ungenaue Züge später war eine klassische Remisstellung mit h- und g-Bauer (Gerald) gegen g-Bauer (Oguz Gölgeci) entstanden. Und genau hier... gab der Baden-Badener auf! An einem solchen Tag passiert eben auch so was.
Die Einzelresultate:
| Brett |
OSG Baden-Baden IV
|
DWZ |
SC Iffezheim
|
DWZ |
Ergebnis |
| 1 |
Bittner, T
|
2094
|
Merkel, M. |
2113
|
0 : 1
|
| 2 |
Bochis, J.
|
2060
|
Raka, R.
|
2108
|
1 : 0
|
| 3 |
Bittner, P.
|
1977
|
Eiler, J.
|
2066
|
0,5 : 0,5
|
| 4 |
Dr. Niessen, S.
|
1894
|
Kramer, C. |
1905
|
0,5 : 0,5
|
| 5 |
Leonov, M
|
1869
|
Bernrader-Hauns, H
|
1886
|
0 : 1
|
| 6 |
Dr. Katsnelson, Y
|
1802
|
Ast, B
|
1874
|
1 : 0
|
| 7 |
Zubkov, A
|
1759
|
Dettweiler, C
|
1870
|
0,5 : 0,5
|
| 8 |
Gölgeci, O
|
1855
|
Kramer, G
|
1835
|
0 : 1
|
| DWZ-Schnitt/Gesamterg. |
1914
|
|
1957
|
3,5 : 4,5
|
An einem solchen Tag bringen acht favorisierte Vimbucher in Kuppenheim keinen Einzelsieg zustande. Eine einzige Niederlage von Günter-Paul Schröter gegen Jürgen Biskup sorgte für den 4,5:3,5-Überraschungserfolg von CaiRo II. Bohlsbach machte es sich erwartungsgemäß mit einem 2:6 gegen Oberkirch im Aufstiegsrennen sehr schwer. Zu viele Stammkräfte waren jenseits des Rheins an den Brettern aktiv, so reichte Oberkirch eine halbe B-Acht zum deutlichen Erfolg. Durmersheim trennte sich von Gernsbach mit 4:4 und wartet weiter auf den entscheidenden Schritt nach vorne im Abstiegskampf. Sollte nächste Runde kein Erfolg gegen Kuppenheim gelingen, dürfte es sehr eng werden. Bühlertal gewann das „Endspiel im Abstiegskampf“ bei Lahr II deutlich mit 6:2 und schob sich dadurch mit 6 Punkten an Durmersheim (4 Zähler) vorbei auf einen Nichtabstiegsplatz. Die rote Laterne hat nun Lahr II mit 3 Punkten inne.
Der SCI führt die Tabelle mit 18 Zählern vor den durch die Brettpunkte getrennten Oberkirch, Bohlsbach und Vimbuch mit je 12 Punkten an. Am nächsten Spieltag geht es für uns gegen Bohlsbach, die dann aber wieder auf ihre französischen Gastspieler zurückgreifen können.
Leichter Sieg gegen Gaggenau (von Markus Ehrlacher)
Da die Gäste aus Gaggenau nur mit vier Spielern angetreten sind, kam die Reservemannschaft des SC Iffezheim zu einem leichten und ungefährdeten 6,5:1,5-Sieg. An den Brettern fünf bis acht kamen Christian Wetzel, John Schott, Mladenko Jercic und Ersatzspielerin Johanna Clancy zu kampflosen Punkten. Die Partien an den ersten vier Brettern nahmen einen überwiegend ausgeglichenen Verlauf, und erst nach ungefähr drei Stunden Spielzeit sicherte das erste Remis den Mannschaftssieg. Mark Maltring hatte sich gegen Gaggenaus Spitzenspieler Pantelis Peponis umsichtig verteidigt, und verdient die Punkteteilung erreicht. Kurz danach einigten sich auch Thomas Oesterle und Marcus Haas mit ihren Gegnern in ausgeglichenen Stellungen auf Remis. Letztlich mühte sich noch Mannschaftsführer Markus Ehrlacher um den vollen Punkt, indem er versuchte einen rückständigen Bauern und den schlechten Läufer des Gegners auszunutzen. Dies wäre sicherlich noch eine zähe Angelegenheit geworden, so aber stellte der Gegner im 40. Zug einen Turm ein und gab die Partie auf.
Mit dem Sieg rückte der SC Iffezheim II mit 14 Punkten bis auf einen Punkt an den Tabellenführer Sasbach II (15 Punkte) heran, die überraschend gegen den neuen Tabellendritten Ottenau II (11 Punkte) verloren haben. Das Verfolgerduell Durmersheim III gegen Vimbuch III (beide nun 10 Punkte) endete unentschieden. Somit ist die nächste Begegnung beim Tabellenführer Sasbach II ein Schlüsselspiel im Kampf um die Meisterschaft in der Kreisklasse eins.
Die Einzelresultate:
| Brett |
Iffezheim II
|
DWZ |
SC Gaggenau
|
DWZ |
Ergebnis |
| 1 |
Maltring Mark
|
1781
|
Peponis Pantelis
|
1792
|
0,5 : 0,5
|
| 2 |
Ehrlacher Markus
|
1758
|
Spasskowsli Ljubomir
|
1589
|
1 : 0
|
| 3 |
Oesterle Thomas
|
1631
|
Vugrin Ivan
|
1579
|
0,5 : 0,5
|
| 4 |
Haas Marcus
|
1603
|
Fernandez Javier
|
1204
|
0,5 : 0,5
|
| 5 |
Wetzel Christian
|
1552
|
-
|
-
|
1 : 0 kl.
|
| 6 |
Schott John
|
1494
|
-
|
-
|
1 : 0 kl.
|
| 7 |
Jercic Mladenko
|
1823
|
-
|
-
|
1 : 0 kl.
|
| 8 |
Clancy Johanna
|
-
|
-
|
-
|
1 : 0 kl.
|
| DWZ-Schnitt/Gesamterg. |
1663
|
|
1541
|
6,5 :1,5
|
Zu Gast an der Oos - Vorschau auf den sechsten Verbandsrundenspieltag (Christian Dettweiler)
Seit Jörg, Andi und ich vor dreizehn Jahren nach Iffezheim gewechselt sind, haben die Macher des Spielplans es verstanden, Iffezheim I stets fünf Auswärts- und nur vier Heimspiele zu bescheren. Damit dies auch in 2008/09 so bleibt, hat der Terminkalender uns zwei Auswärtsspiele in Folge in den Runden 5 und 6 verordnet. Die Reise geht am kommenden Wochenende an die Oos zur vierten Mannschaft der OSG Baden-Baden und damit zu dem über die Saison hinweg nominell bislang am stärksten aufgestellten Team der Liga. Auf Grund zweier Niederlagen gegen Durmersheim und Oberkirch sind die Aufstiegschancen der Kurstädter zwar kräftig gesunken, aber dennoch ist angesichts des unerschöpflichen Kaders des Vereins mit einer sehr starken Aufstellung der Gastgeber zu rechnen. Realistisch betrachtet ist OSG IV damit leicht favorisiert, wobei die Aufgabe gewiss für den SCI nicht aussichtslos ist.
Angesichts des im Vergleich zu Iffezheim, Bohlsbach, Oberkirch und OSG Baden-Baden IV deutlich leichteren Restprogramms ist Vimbuch derzeit wohl der Aufstiegsaspirant Nr. 1 - geht es doch insbesondere noch gegen die drei Letztplatzierten. Den Auftakt der Pflichtaufgaben macht dabei das Gastspiel bei Kellerkind CaiRo Kuppenheim II, das die Vimbis sicher deutlich für sich entscheiden werden. Hingegen wird sich Bohlsbach an diesem Spieltag vermutlich aus dem Aufstiegsrennen erst einmal verabschieden; zu viele Stammkräfte werden jenseits des Rheins an den Brettern aktiv sein. Der Parallelspieltag in Frankreich trifft zwar auch Bohlsbachs Gast Oberkirch, aber bei weitem nicht so gravierend wie die Gastgeber. Gernsbach hat sich am letzten Spieltag endgültig aus dem Titelkampf verabschiedet – vielleicht die Chance für Durmersheim, Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Zu einem Endspiel im Abstiegskampf kommt es zwischen Lahr II und Bühlertal. Sollten die Gäste erneut eine so starke Mannschaft an die Bretter bringen wie zuletzt gegen Kuppenheim, stehen die Chancen auf Zählbares sicherlich gut; ansonsten müssen die sympathischen Jungs vom Berg leider schon einmal für die Bereichsklasse planen.
Wenn wir schon bei Auf- und Abstiegsgedanken sind – ein kurzer Rundumblick durch Baden: In der Oberliga ist das Retortenprojekt Freiburg-Wiehre des Herrn Stock gescheitert – alle Spiele werden jetzt mit 8:0 für die Gegner gewertet. Freiburg-Zähringen wird es schwer haben, die Klasse zu halten. Ein Kompliment geht an unsere Freunde aus Horben, die trotz der mit Abstand nominell schwächsten Mannschaft der Liga prima mithalten und auf Platz 6 stehen. OSG Baden-Baden III rangiert derzeit jenseits von Gut und Böse. Kurzum: Es gibt wohl zwei bis drei Oberligaabsteiger in die Verbandsliga Süd...
... in der Mitfavorit Kuppenheim I sich bislang nach Kräften schlecht präsentiert und mit dem Aufstieg schon lange nichts mehr zu tun hat. Überraschend gut verkauft sich Lahr als Tabellenzweiter mit blütenreiner Weste. Der SC Rastatt hat bisher ausschließlich ein Gottmadinger Aufstellungsgeschenk nutzen können und steht mit drei Zählern mit dem Rücken zur Wand. Tipp hier: Ein Absteiger in die Landesliga Mittelbaden-Ortenau.
In den übrigen beiden Landesligen unterhalb der Verbandsliga Süd sind die Würfel zwar noch nicht endgültig gefallen, aber im Bezirk Freiburg/Hochrhein steht mit der Übermannschaft Brombach der Aufsteiger praktisch bereits fest. Angeführt von IM Roland Ekström (DWZ 2506) ist das Team, dessen Nr. 14 noch über 2000 DWZ aufweist, auch von Verfolger Waldshut-Tiengen II wohl nicht zu stoppen. In der Landesliga Schwarzwald/Bodensee hat die besten Aussichten das von den IM Kelecevic und Fancsy angeführte Steißlingen. Chancen haben noch die Verbandsligaabsteiger Konstanz und Donaueschingen.
Noch gar nichts entschieden ist in der Bereichsliga Mittelbaden-Ortenau. Für die Aufstiegsplätze kommen von Tabellenführer Bandeck-Turm Ohlsbach über Topfavorit Offenburg bis zum Tabellensechsten Ottenau noch alle Mannschaften in Frage.
Zurück nach Iffezheim: Regelmäßig zu fünft, nur einmal „immerhin“ zu siebt antretend – so gewinnt man wenig Spiele. Und dies ist auch der Grund, warum Iffezheim II gegen das Schlusslicht der Kreisklasse I, Gaggenau, am Samstag haushoch favorisiert ist. Wichtiger aber: Nach zuletzt sehr enttäuschenden Leistungen sowie einem geschenkten 8:0 gegen Gernsbach III muss die Zweite endlich wieder ihre Normalform an die Bretter bringen. Dann ist es in dieser Liga auch völlig egal, ob eine gegnerische Mannschaft zu fünft oder zu acht antritt. Tabellenführer Sasbach II ist wohl weg; der zweite zum Aufstieg berechtigende Tabellenplatz muss aber noch abgesichert werden.
In der Kreisklasse II trennt Iffezheim III gerade einmal ein halbes Brettpünktchen von einem Abstiegsplatz. Kontrahent und Gastgeber SC Rastatt III steht derzeit auf Rang 2 und damit einem Aufstiegsplatz. Bei Rastatts Dritter handelt es sich um eine sehr erfahrene Truppe um die „alten“ Haudegen Conrad, Miech und Feigin. Die nominellen Vorteile des Heimteams sollten sich aber in Grenzen halten, so dass Dirk, Manfred, Roland und Co. nicht chancenlos an der Murg sind.
Iffezheim IV war am fünften Spieltag spielfrei und musste damit tatenlos zusehen, wie sich Durmersheim IV in der Tabelle um einen halben Brettpunkt an den jungen Renndörflern vorbeischob. Dies gilt es im direkten Duell und gleichzeitig Spitzenspiel Zweiter gegen den Ersten am Samstagabend zu korrigieren, will die von Markus Ehrlacher betreute Mannschaft weiter ein Wörtchen im Aufstiegskampf der dritten Kreisklasse mitreden. Drücken wir hierzu die Daumen.
Iffezheim schlägt Sasbach im Viertelfinale des mittelbadischen Mannschaftspokal 3 - 1
(Markus Merkel)
Iffezheim erreicht durch einen 3 - 1 Sieg gegen die Schachfreunde Sasbach das Halbfinale des mittelbadischen Mannschaftspokals. Die mit den ersten vier Brettern der Landesligamannschaft angetretenen Iffezheimer hatten jedoch einige Mühe die nominell deutlich schwächere Mannschaft aus Sasbach zu bezwingen.
Das erste zählbare Ergebnis kam am dritten Brett zustande. Hans-Erich Gubela hatte in der Eröffnung einen Bauern für aktives Spiel geopfert, den er im Mittelspiel wieder zurückgewann, wonach das Spiel deutlich verflachte und der Remisschluss bald darauf folgte. An Brett vier nutzte Jörg Eiler eine Ungenauigkeit seines jungen Gegners um endscheidend in Vorteil zu kommen. Ramadan Raka konnte am Spitzenbrett mit Weiß nichts aus der Eröffnung herausholen und fand sich bald in einer passiven Stellung wieder, die er jedoch problemlos zum Remis verteidigte. Mit Schwarz kam Markus Merkel am zweiten Brett schlecht aus der Eröffnung und nach weiteren Ungenauigkeiten hatte sein Gegner deutlichen Vorteil. Uli Metz verbrauchte jedoch sehr viel Bedenkzeit und war noch dazu auf Grund der Ergebnisse an den anderen Brettern gezwungen auf Sieg zu spielen. Er lies eine Abwicklung in ein remisverdächtiges Endspiel aus und wurde schließlich Opfer eines in hochgradiger Zeitnot zugelassenen Konters.
Im Halbfinale wartet nun mit Verbandsligist Kuppenheim der Titelverteidiger und nach bisheriger Aufstellung im Pokalwettbewerb die mit Abstand stärkste verbleibende Mannschaft. Nur mit einer deutlichen Leistungssteigerung kann sich Iffezheim Hoffnung machen den Favorit aus Kuppenheim ins Wanken zu bringen.
Die Einzelresultate:
|
Br.
|
Sasbach
|
DWZ
|
Iffezheim
|
DWZ
|
Ergebnis
|
|
1
|
Plaul, E
|
2026
|
Raka, R
|
2108
|
0,5 : 0,5
|
|
2
|
Metz, U
|
1976
|
Merkel, M
|
2113
|
0 : 1
|
|
3
|
Gubela, H.-E.
|
1819
|
Kramer, C
|
1905
|
0,5 : 0,5
|
|
4
|
Gubela, H.-E. C.
|
1687
|
Eiler, J
|
2066
|
0 : 1
|
|
Schnitte / Gesamterg.
|
1877
|
|
2048
|
1 : 3
|
Iffezheim III verliert in Muggensturm (Dirk Baumstark)
Mit einer knappen Niederlage kehrte die Dritte Mannschaft des Schachclub Iffezheim vom Auswärtsspiel in Muggensturm nach Hause zurück.
Mit einem Verlust an Brett 7 durch Simon Niestroj, dem eine Fesselung des eigenen Königs zum Verhängnis wurde und einem Remie von Dirk Baumstark (Brett 1) starteten die Iffezheimer mit einem Rückstand. Ersatzmann Markus Strobel (Brett 8) rechtfertigte seinen Einsatz mit einem schön heraus gespielten Sieg und sorgte so für den zwischenzeitlichen Ausgleich. Da es kurz darauf Stefan Riedinger (Brett 6) gelang eine Partie mit Minusfigur ins Remis zu retten und Jens Stabenau (Brett 3) eine Partie mit Mehrbauer souverän gewann, schien sich der Abend für die Gäste doch noch positiv zu gestalten. Leider konnten aber sowohl Roland Heitz (Brett 4) als auch Uwe Stabenau (Brett 5) ihren Gegnern nicht standhalten. Da Manfred Hertweck (Brett 2) abschließend seine Partie mit einer Punkteteilung beenden musste, war die denkbar knappe 3 ½ : 4 ½ Niederlage besiegelt.
Die kommende Aufgabe gegen die Mannschaft des Rastatter SC, dürfte nicht einfacher zu bewältigen sein.
Iffezheim II gewinnt kampflos (Markus Ehrlacher)
Durch die vorangegangene Absage von Gernsbach III gewann die Reserve des SC Iffezheim in der fünften
Runde kampflos mit 8:0 und bleibt mit elf Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz, der zum Aufstieg in die Bezirksliga berechtigt. Mit einem knappen Sieg gegen Gernsbach II hielt Tabellenführer Sasbach II seinen Vierpunktevorsprung
und bleibt klarer Meisterschaftsfavorit. Die stärksten Konkurrenten im Rennen um den zweiten Aufstiegsplatz sind die beiden Verfolger Durmersheim III und Vimbuch III mit jeweils neun Punkten.
Tabellenspitze verteidigt: Oberkirch - Iffezheim 3:5 (Christian Dettweiler)
Passend zum Spitzenspiel Tabellenzweiter gegen den Ersten boten sowohl Oberkirch als auch Iffezheim ihre stärksten Acht auf. Schon früh
zeichneten sich deutliche Vorteile bei Jörg ab, der Frank Pluschkes König die Rochademöglichkeit nahm. Auch Markus, Colin und der Berichterstatter konnten nach etwa eineinhalb Stunden über ihre Position
nicht meckern, dafür standen Harry und Ramadan etwas bedenklich. Harald musste auch alsbald nach einigen ungenauen Zügen gegen Peter Bohnert die Segel streichen. Colin verpasste im Mittelspiel eine taktische Möglichkeit,
die ihm deutlichen Vorteil verschafft hätte und teilte die Punkte – gegen Oberkirchs Stärksten, Dr. Daniel Fischer, aber dennoch ein Achtungserfolg. Jörg sorgte mit sicherem Angriffsschach für den Ausgleich.
Zwei Mehrbauern im Turm/Leichtfigurenendspiel waren des Guten zu viel. Markus erreichte gegen Daniel Müller kurz darauf die erstmalige Iffezheimer Führung.
Es folgte die Zeitnotphase. Ramadan hatte zwar einen Freibauern von Herve Engelmann bis h6 vorrücken lassen, aber dafür eine gute Angriffsstellung
gegen den ungesicherten weißen König. Mit einem taktischen Schlag gewann er in Engelmanns Zeitnot dessen Dame und damit die Partie. Ich hatte gegen Ulrich Meier zwei Mehrbauern bei ungleichfarbigen Läufern
und jeweils dem Turmpaar erreicht. In hochgradiger Zeitnot verpasste Ulrich den Rückgewinn eines Bauern mit Aussichten auf eine Punkteteilung. Nach Tausch der Türme war der Rest eine Sache der Technik – 4,5:1,5,
der Tag war gelaufen.
Kurz darauf endeten die beiden restlichen Partien. Bernhard teilte in einer zähen und ungewohnt unspektakulären Partie die Punkte mit
Emmanuel Poidevin. Und Andi, der im Mittelspiel Gespenster gesehen und unnötigerweise eine Figur eingestellt hatte, reichte zum Schluss Thomas Petersen die Hand zur Aufgabe.
Die Einzelresultate:
|
Br.
|
Oberkirch
|
DWZ
|
Iffezheim
|
DWZ
|
Ergebnis
|
|
1
|
Müller, D
|
2045
|
Merkel, M
|
2113
|
0 : 1
|
|
2
|
Engelmann, H
|
2022
|
Raka, R
|
2108
|
0 : 1
|
|
3
|
Pluschke, F
|
2036
|
Eiler, J
|
2066
|
0 : 1
|
|
4
|
Dr. Fischer, D
|
2063
|
Kramer, C
|
1905
|
0,5 : 0,5
|
|
5
|
Petersen, T
|
1913
|
Manz, A
|
1909
|
1 : 0
|
|
6
|
Bohnert, P
|
1852
|
Bernrader-Hauns, H
|
1886
|
1 : 0
|
|
7
|
Poidevin, E
|
1852
|
Ast, B
|
1884
|
0,5 : 0,5
|
|
8
|
Dr. Meier, U
|
1897
|
Dettweiler, C
|
1870
|
0 : 1
|
|
Schnitte / Gesamterg.
|
1960
|
|
1968
|
3,0 : 5,0
|
Die Tabellenführung war verteidigt. Doch auch die beiden Teams auf den folgenden Plätzen hielten sich schadlos. Bohlsbach gewann sein Gastspiel in Durmersheim knapp mit 4,5:3,5 und hielt den
zweiten Platz. Eine leichte Aufgabe hatten die Vimbis als dritter hartnäckiger Verfolger des SCI, die stark ersatzgeschwächte Gernsbacher deutlich mit 5,5:2,5 bezwingen konnten. Den Anschluss an die vorderen Mannschaften
wahrte OSG Baden-Baden IV, die Lahr II mit 5:3 deutlich in Schach hielten. Bühlertal gewann das Kellerduell gegen CaiRo Kuppenheim II mit 4,5:3,5 und erhielt damit seine Chancen, doch die Klasse zu halten.
Bericht zum Turnier in Untergrombach (Bernhard Ast)
Mit dem Berichterstatter hatte sich nur ein Iffzer zum 7-rundigen Turnier vom 2. – 6. Januar nach Untergrombach “verirrt“, trotz wetterunabhängiger
guter Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln und einer bewährten Turnierorganisation.
Für das A-Turnier hatten 72 Teilnehmer, für das B-Turnier (unter 1800 DWZ) die für Untergrombacher
Verhältnisse Rekordteilnehmerzahl von 114 Teilnehmern gemeldet.
Runde 1: IM Alexander Panchenko, (DWZ ? / ELO 2323)
Wie schon im letzten Jahr befand ich mich wertungstechnisch in der Spitzengruppe
der 2. Hälfte des Teilnehmerfeldes, was mir zum Auftakt den an Nr. 3 gesetzten ukrainischen IM bescherte. Mit den schwarzen Steinen hatte ich durch einen Doppelbauern nach Dametausch im 8. Zug leider zu frühzeitig
eine Strukturschwäche, die gegen solche Gegner einem Todesurteil gleichkommen. Ohne dem IM das Letzte abverlangen zu können, tauschten sich die Figuren mehr und mehr ab bis die Schwäche im 25. Zug schließlich
zum Materialverlust führte. Weitere 10 Züge später konnte ich den Todeskampf dann endgültig beenden und aufgeben.
Runde 2: Maissenbacher, Werner, (DWZ 1817 / ELO 1919)
Hier traf ich auf einen alten Bekannten aus Soufflenheimer Zeiten, daher
kein Unbekannter und ein klarer Plan, wie ich diese Aufgaben lösen wollte: Mit Weiß nicht zu offen spielen, strategisch Vorteile erarbeiten und kein unnötiges Risiko eingehen und darauf hoffen, dass dies reicht.
Genau an diese Marschroute hielt ich mich und ein durchgebrochener d-Bauer verhalf mir letztlich zum recht ungefährdeten Punktgewinn.
Runde 3: Zeier, Klaus, (DWZ 2060 / ELO 2065)
Mit Schwarz wählte ich die Caro-Kann-Verteidigung, die mir bei meinem Remisangebot im 17. Zug objektiv etwas mehr als nur ausgeglichenes Spiel bescherte.
Dennoch nahm mein Gegner mein Friedensangebot nicht an und ich musste mich mit unbekanntem Stellungstyp herumschlagen. Letztlich kam mein Angriff am Königsflügel durch unpräzises Spiel ins Stocken und sein Angriff
am Dameflügel schlug durch. Im 32. Zug war dann die Stellung aufgabereif.
Runde 4: Fleckenstein, Wolfgang, (DWZ 1774 / ELO 1885)
Mit Weiß griff ich im 7. Zug fehl und machte den 2. Schritt vor dem
1., welches mir in der Folge einen Trippelbauern auf der c-Linie einbrockte. Dieser Sündenfall führte dann im Endspiel folgerichtig zum Partieverlust, womit ich mit nur einem Punkt aus 4 Partien fern von allen meinen
Zielen lag.
Runde 5: Hünerberg, Clemens, (DWZ 1834 / ELO 1999)
Wie in Runde 3 wählte ich mit den schwarzen Steinen die Caro-Kann-Verteidigung,
die mir zu sicherem, ausgeglichenem Spiel verhalf. Als sich im weiteren Verlauf ein vorteilhaftes Endspiel mit 2 Läufern für mich und 2 Springern für meinen Gegenüber bei fast zwangsläufigem Abtausch
der Schwerfiguren bei verbleibenden 7 Bauern auf dem Feld andeutete, opferte mein Gegner zunächst einen Springer für einen nicht überzeugenden Angriff auf meinem Königsflügel. Der darauf folgende Konter
meinerseits führte alsbald zum Punktgewinn.
Runde 6: Kilthau, Peter, (DWZ 1737 / ELO 2019)
Gegen Peter, der für mich ebenfalls kein Unbekannter war, wollte ich
ähnlich wie in Runde 2 vorgehen. Gegen den von ihm aufgezogenen Königsinder fiel mir aber nichts Sinnvolles ein und ein Springerausfall auf h4 war derart unpräzise, dass im 15. Zug ein Bauernverlust drohte.
Danach wurde es - auf beiden Seiten – taktisch und letztlich meine interessanteste Partie des Turniers. Zwischenzeitlich lag ich mit 2 Bauern hinten, dafür drohten überall Abzüge. In beiderseitiger Zeitnot
übersah zunächst mein Gegner, wie er den Generalabtausch hätte erzwingen können, dann berechnete ich einen möglichen gewinnbringenden Abzug unrichtig. Im Endeffekt gelang es mir nur die beiden Bauern
zurückzuholen. Nach überstandener Zeitnotphase ergab sich ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern bei noch verbliebenen 4 Bauern und einem Turm auf jeder Seite. Alsbald folgte dann auch das Remisieren.
Runde 7: Raab, Hendrik, (DWZ 1779 / ELO --)
Erneut schwarz, sicher aus der Eröffnung heraus, Läufertausch,
Springertausch, Läufertausch – nach 11 Zügen war einfach auf dem Brett schon (oder noch) nichts mehr los. Entsprechend früher Friedensschluss mit remis.
Fazit:
Mit 3,0 aus 7 Partien war es nicht weltbewegend schlecht, aber von gut eine
ganze Ecke entfernt; (Endplatzierung: 49. gegenüber Setzliste 46.). Während die neu ins Programm genommene Caro-Kann-Eröffnung zwei Mal ordentlich (zumindest im Ansatz) klappte, leistete ich mir doch 3 Eröffnungsschnitzer
(Partie 1, 4 und 6), was bei 7 Runden einfach viel zu viel ist. Zumindest weiß ich, dass es für mich mal wieder Zeit wird, Eröffnungsstudien zu betreiben.
Bei der DWZ werde ich etwa 12 Punkte einbüßen, eine ELO-Auswertung dieses Turniers gibt es auch dieses
Jahr nicht.
Weitere Turnierinfos unter: http://www.sk-untergrombach.de
Gipfeltreffen in Oberkirch - Vorschau auf den fünften Verbandsrundenspieltag (Christian Dettweiler)
Wenn der Tabellenerste beim Zweiten gastiert, spricht man gemeinhin von einem Spitzenspiel: Iffezheim I reist am fünften Spieltag
der Landesligasaison 2008/09 nach Oberkirch. Da am kommenden Wochenende kein Spieltag in Frankreich ist, dürften die Gastgeber auf ihre starken Elsässer Engelmann und Poidevin zurückgreifen. Der Ausgang des
auch nominell sicherlich ziemlich ausgeglichenen Duells ist völlig offen. Oberkirch ließ zuletzt mit einem 6:2-Kantersieg gegen die stark eingeschätzte Vierte der OSG Baden-Baden aufhorchen. Ein Iffezheimer
Erfolg würde zwar noch nicht das Aus für die Ortenauer im Meisterschaftsrennen bedeuten, doch die Ausgangssituation wäre für die Mannschaft um Spitzenspieler Daniel Müller ungleich ungünstiger.
Zum ersten Landesligakampf, bei dem mehr französische Gastspieler als deutsche Strategen an den Brettern sitzen, könnte es
vielleicht beim Bohlsbacher Gastspiel in Durmersheim kommen. Die Ortenauer sollten dabei leicht im Vorteil sein und den Anschluss an die Spitze behalten. Vor einer schweren Hürde stehen auch die Vimbis als dritter hartnäckiger
Verfolger des SCI, die die mit zuletzt zwei 7,5:0.5-Erfolgen stark aufkommenden Gernsbacher empfangen. Mein Tipp geht deshalb auch eher an die Murgtäler. Den Anschluss an die vorderen Teams wahren wird OSG Baden-Baden
IV, die Lahr II deutlich in Schach halten sollten. Um die wohl schon letzte Chance auf den Klassenerhalt geht es im Kellerduell gegen CaiRo Kuppenheim II für Schlusslicht Bühlertal, wobei die nominell stärker
einzuschätzenden Gäste die Oberhand behalten dürften.
Der Vorletzte der Kreisklasse I, Gernsbach III, sollte trotz zuletzt sehr enttäuschenden Leistungen von Iffezheim II keine allzu
große Hürde darstellen. Hoffen wir, dass Gerald, Mark, Markus & Co. endlich wieder ihre haushohe nominelle Überlegenheit in dieser Spielklasse auf die Bretter bringen und Tabellenführer Sasbach II
nicht noch weiter enteilen lassen.
In der zweiten Kreisklasse gastiert Iffezheim III bei der Reserve von Rössl Muggensturm und damit bei einem Team, das geschlagen
werden sollte, will man nicht tief in den Abstiegskampf gezogen werden. Die absehbaren nominellen Vorteile von SCI III sollten aber den Ausschlag zu unseren Gunsten geben.
Tabellenführer Iffezheim IV ist am fünften Spieltag wegen der ungeraden Anzahl an Mannschaften in der Kreisklasse III spielfrei.
Leider werden die ärgsten Verfolger der jungen Mannschaft von Markus Ehrlacher wieder sehr eng auf den Pelz rücken, duellieren sich die Mannschaften auf den Plätzen 2-5 doch durchweg mit den hinten platzierten
Teams. So dürfte es am nächsten Spieltag zu einem echten Spitzenspiel zwischen Iffezheim IV und Durmersheim IV kommen.
Neues aus Fernost (Christian Dettweiler)
Zwischen dem 19. September und dem 12. Dezember 2008 fand die neunrundige Offene Starnberger Stadtmeisterschaft, ausgerichtet vom SC
Starnberg, unter Iffezheimer Beteiligung statt. Unser Harry erreichte dabei gute 6/9 und errang den fünften Platz unter insgesamt 34 Teilnehmern.
Belohnt wurde die Leistung mit einem DWZ-Gewinn von 19 Punkten auf neue 1886.
Ramadan gewinnt Vimbucher Neujahrsblitzturnier (nach Bericht von Jörg Eiler)
Am 2. Januar 2009 fand in der Alten Schule in Vimbuch das traditionelle Neujahrsblitzturnier der Vimbis statt. Unter den 19 Teilnehmern,
darunter der gesamten Spitze der Gastgeber, befanden sich mit Ramadan Raka und Jörg Eiler auch zwei Iffezheimer. Diese beiden dominierten auch das Feld und gewannen letztlich deutlich vor dem Rest: Sowohl Ramadan (+16
=1 –1) als auch Jörg (+15 =3 –0) hatten mit 16,5 Punkten aus 18 Partien am Ende 2 ½ Punkte Vorsprung auf den drittplatzierten Reinald Kloska aus Kuppenheim. In der Feinwertung hatte Ramadan dann die Nase gegenüber
Jörg vorne.
Iffezheim erreicht Viertelfinale im mittelbadischen Mannschaftspokal (Markus Merkel)
Iffezheim erreicht durch einen 2,5 zu 1,5 Sieg gegen Bereichsligist Hörden das Viertelfinale des mittelbadischen Mannschaftspokals. Die mit
drei der vier ersten Bretter der ersten Mannschaft sowie Markus Ehrlacher stark besetzten Iffezheimer zogen letztlich souverän in die nächste Runde des Pokals ein. Nur zu Beginn musste eine Schrecksekunde durchlebt
werden als Colin Kramer bereits im frühen Mittelspiel eine Leichtfigur einstellte. Bevor Colin seine Niederlage gegen Harald Immer quittieren musste wurde in einem völlig ausgeglichenen Endspiel an Brett vier zwischen
Markus Ehrlacher und Fritz Rahner Remis vereinbart. Da jedoch sowohl Ramadan Raka gegen Jörg Eisele als auch Markus Merkel gegen Gerd Merkel aus anfangs unklaren und zumindest bei Markus Merkel zeitweise bedenklich stehenden
Mittelspielen sich einen spürbaren Vorteil erarbeitet hatten, bestand kein Grund zu Sorge. Ein Sieg sowie ein Remis an den beiden Spitzenbrettern hätte auf Grund der besseren Berliner Wertung auch bei einem 2-2 zum
Weiterkommen gereicht. In beiderseitiger Zeitnot nutzte Ramadan Raka eine Ungenauigkeit seines Gegner und gewann ungefährdet. Schließlich gewann auch Markus Merkel sein besseres Endspiel zum Endstand von 2,5 zu
1,5 für Iffezheim.
Die Einzelresultate:
|
Br.
|
Hörden
|
DWZ
|
Iffezheim
|
DWZ
|
Ergebnis
|
|
1
|
Eisele, J
|
1886
|
Raka, R
|
2108
|
0 : 1
|
|
2
|
Merkel, G
|
2021
|
Merkel, M
|
2113
|
0 : 1
|
|
3
|
Immer, H
|
1851
|
Kramer, C
|
1905
|
1 : 0
|
|
4
|
Rahner, F
|
1822
|
Ehrlacher, M
|
1758
|
0,5 : 0,5
|
|
Schnitte / Gesamterg.
|
1895
|
|
1971
|
1,5 : 2,5
|
Und wieder ein Blick über den Rhein (Christian Dettweiler)
Die französische Liga kehrt in die Winterpause ein, und daher werfen wir wieder einmal einen Blick über den Rhein, wie es
den beiden Iffzern bislang so ergangen ist. Nach seinem Auftaktremis – wir berichteten – hatte Markus Merkel in der Nationale III mit Mundolsheim II zunächst etwas Pech. Er unterlag am Spitzenbrett in der zweiten
Runde gegen IM Lorenz Drabke (ELO 2474), um im dritten und vierten Durchgang dann die Punkte mit Dorian Jäggi (2235) und Cyril Ferre (2084) jeweils zu teilen. Mundolsheim II steht mit neun Punkten im oberen Mittelfeld.
Eine Runde weniger wurde bislang in der Nationale IV gespielt. Der Berichterstatter kassierte in Runde 2 sein erstes Remis in den Farben
von Soufflenheim I. Beim der Mannschaftsniederlage gegen Obernai war die Punkteteilung gegen Denis Weiss (2026) zu wenig. Dafür entschädigte jedoch der spektakuläre Sieg im dritten Spiel gegen Hassan Saban (2100)
aus Hoenheim nach fünf Stunden und 58 Minuten Spielzeit, der auch noch gleichzeitig den Mannschaftssieg bedeutete. Dennoch geht es für Soufflenheim (drei Zähler) ganz klar nur noch um den Klassenerhalt.
Iffezheim verteidigt trotz eines 3-3 die Tabellenführung in der Kreisklasse III (Markus Merkel)
Ein 3 zu 3 gegen eine nominell schwächer eingestufte Mannschaft aus Bühlertal genügte der vierten Mannschaft des SC Iffezheim um die Tabellenführung zu behalten. Nachdem Daniel Niestroj an Brett sechs kampflos gewonnen hatte, erhöhte Michael Florath an Brett fünf bald darauf problemlos auf 2 zu 0. In der Folge konnte jedoch trotz teilweise großer Stellungs- und/oder Materialvorteile keine weitere Partie gewonnen werden. Somit ergab sich durch die Unentschieden von Markus Strobel und Marius Merkel an den Brettern eins und zwei sowie den Niederlagen von Clemens Merkel und Daniel Zoller an den Brettern drei und vier die Punkteteilung im Mannschaftskampf.
Einen Punkt zu hoch: Iffezheim - Durmersheim 6:2 (Christian Dettweiler)
Ohne Bernd Sauer, aber dafür mit gleich vier französischen Gastspielern, trat Aufsteiger Durmersheim in der Iffezheimer
Hauptschule an. Doch Iffezheim I wurde der nominellen leichten Favoritenrolle schnell gerecht und ging frühzeitig durch Harry in Führung, der Wolfgang Henn positionell überspielte. Den Ausgleich musste wenig
später Andi hinnehmen, der gegen Walter Hertzog zweizügig die Qualität verloren hatte. In einer anfangs etwas unorthodoxen, später schön gespielten Angriffspartie brachte Bernhard die heimischen Farben
gegen Jean-Philippe Clottes wieder in Front. Es folgte ein Remis durch Zugwiederholung zwischen Jörg und Hubert Weßbecher.
Nun kam die den Mannschaftskampf entscheidende Partie: Colin stand gegen Durmersheims Routinier Gerhard Alberts völlig
platt, hatte zwei Minusbauern bei ungesicherter Königsstellung... aber der Durmersheimer erwies sich als guter Gast, entblößte die Grundreihe und ließ sich zweizügig mattsetzen.
In der Zeitnotphase akzeptierte Eric Violard zunächst ein taktisches Remisangebot vom Berichterstatter in ausgeglichener
Stellung, ehe Markus Merkel seine schon länger gewonnene Partie zum Mannschaftssieg heimbrachte. Ramadan gewann nach fünf Stunden Knetens sein Turmendspiel gegen Matthias Menge zum einen Brettpunkt zu hoch ausgefallenen
Endstand von 6:2.
Die Einzelresultate:
|
Br.
|
Iffezheim
|
DWZ
|
Durmersheim
|
DWZ
|
Ergebnis
|
|
1
|
Merkel, M
|
2113
|
Duverlie, V
|
2117*
|
1 : 0
|
|
2
|
Raka, R
|
2108
|
Menge, M
|
1958
|
1 : 0
|
|
3
|
Eiler, J
|
2066
|
Weßbecher, H
|
1952
|
0,5 : 0,5
|
|
4
|
Kramer, C
|
1905
|
Alberts, G
|
1999
|
1 : 0
|
|
5
|
Manz, A
|
1909
|
Hertzog, W
|
1931
|
0 : 1
|
|
6
|
Bernrader-Hauns, H
|
1867
|
Henn, W
|
1906
|
1 : 0
|
|
7
|
Ast, B
|
1884
|
Clottes, JP
|
1830
|
1 : 0
|
|
8
|
Dettweiler, C
|
1870
|
Violard, E
|
1812
|
0,5 : 0,5
|
|
Schnitte / Gesamterg.
|
1965
|
|
1938
|
6,0 : 2,0
|
* ELO
An sieben Brettern favorisierte Bohlsbacher wurden trotz ihrer sechsköpfigen Frankreich-Fraktion von Vimbuch überraschend mit 5,5:2,5 in Schach gehalten
und büßten so erstmals in dieser Spielzeit Zähler ein. Im Verfolgerduell zwischen OSG Baden-Baden IV und Oberkirch behielten die Gäste überraschend deutlich mit 6:2 die Oberhand. Bärenstark aufgestellte
Gernsbacher fegten sieben Bühlertäler mit 7,5:0,5 von den Brettern, dabei gelang nur Joachim Feist ein Achtungserfolg gegen Eric Lutz. Eine bittere 3:5-Niederlage kassierte das haushoch favorisierte CaiRo Kuppenheim
II gegen das bisherige Schlusslicht Lahr II.
In der Tabelle führt der SCI jetzt mit 12 Zählern vor einem Trio aus Oberkirch, Bohlsbach und Vimbuch mit je 9 Punkten. Die rote Laterne hat nun
das nach wie vor punktlose Bühlertal inne. Iffezheim I verabschiedet sich jetzt in die Weihnachtspause; erst in sechs Wochen steht das Spitzenspiel beim Tabellenzweiten Oberkirch an.
Schwacher Auftritt der zweiten Mannschaft (von Markus Ehrlacher)
Mit einer schwachen Mannschaftsleistung büßte die Reserve des SC Iffezheim beim 4:4 gegen Ottenau II erneut wichtige
Punkte im Aufstiegskampf ein. Der Mannschaftskampf begann bereits unter schlechtem Vorzeichen, da Christian Wetzel nicht zum Spiel erschien, und deshalb das Spiel mit sieben Spielern und einem 0:1-Rückstand aufgenommen
werden musste. Zunächst gewann aber Mladenko Jercic trotz Bauernverlust in der Eröffnung seine Partie mit den weißen Steinen nach 35 Zügen. Kurz darauf sorgte Marcus Haas sogar für die 2:1-Führung,
indem er seine Mehrfigur sicher verwertete, nachdem sein Gegner die taktischen Herausforderungen nicht meistern konnte. Doch an den verbliebenen fünf Brettern sah es überwiegend sehr düster für die Iffezheimer
aus. An Brett sechs landete John Schott nach zunächst ausgeglichenem und solidem Spiel in einem Doppelturmendspiel mit Minusbauern. Am Spitzenbrett hatte sich der klare Eröffnungsvorteil von Gerald Kramer verflüchtigt,
und Mark Maltring hatte zunächst nicht mehr als ein ausgeglichenes Leichtfigurenendspiel vorzuweisen. Thomas Oesterle ergriff zwar mit den schwarzen Steinen nach und nach die Initiative, musste aber nach einer taktischen
Verwicklung mit der Minusqualität leben. Markus Ehrlacher konnte nach der Eröffnungsphase einen Bauern gewinnen, scheiterte aber an diesem Tag aufgrund Schwächen in der Variantenberechnung. Anstatt einen zweiten
Bauern zu nehmen und eine glatte Gewinnstellung zu erhalten, wählte er die vermeintlich „sichere“ Variante, um nach einem nicht in Betracht gezogenen Zwischenzug des Gegners eine Figur geben zu müssen. Zwei Bauern
für die Figur ergaben im Mittelspiel noch entsprechende Chancen auf Kompensation, doch nach einem weiteren Rechenfehler im Endspiel war die Niederlage besiegelt. Gerald Kramer musste nach einem Gegenangriff seines Gegners
zufrieden sein, dass dieser sich mit einem Dauerschach begnügte und somit ein Remis zu Buche stand. Anschließend verlor John Schott sein entstandenes Bauernendspiel, so dass die Mannschaft mit 2,5:3,5 bei noch zwei
laufenden Partien zurück lag. Mark Maltring hatte aber mittlerweile einen Bauern gewinnen können, und knetete unnachgiebig in einem Springerendspiel die geschlossene Stellung, die er zu unserer Erleichterung nach
90 Zügen gewinnen konnte. Zäh verteidigte sich auch Thomas Oesterle mit Springer gegen Turm bei Bauern auf einem Flügel, so dass der Gegner keine Gewinnidee hatte. Nach dem Figurentausch hatte Thomas im Bauernendspiel
schließlich das Remis sicher. Besonders hervorzuheben ist somit die kämpferische Leistung von Mark und Thomas, die schließlich wenigstens das Mannschaftsremis sicherten.
Die Einzelresultate:
|
Br.
|
Ottenau II
|
DWZ
|
SC Iffezheim II
|
DWZ
|
Ergebnis
|
|
1
|
Jovanovic Luka
|
1574
|
Kramer Gerald
|
1835
|
0,5:0,5
|
|
2
|
Seiler Werner
|
1403
|
Maltring Mark
|
1781
|
0:1
|
|
3
|
Roth Max
|
1348
|
Ehrlacher Markus
|
1758
|
1:0
|
|
4
|
Merkel Manfred
|
1684
|
Oesterle Thomas
|
1631
|
0,5:0,5
|
|
5
|
Beiner Martin
|
1454
|
Haas Marcus
|
1603
|
0:1
|
|
6
|
Jaszka Hans
|
1525
|
Schott John
|
1494
|
1:0
|
|
7
|
Kugel Hubert
|
1420
|
Jercic Mladenko
|
1823
|
0:1
|
|
8
|
Stahlberger Oliver
|
1049
|
-
|
|
1:0
|
|
DWZ-Schnitt / Gesamterg.
|
1432
|
|
1703
|
4:4
|
Iffezheim III siegt im Kellerduell (Dirk Baumstark)
In einem bis in die Schlussphase spannenden Kräftemessen mit Baden-Baden VIII gelang den Iffezheimern der zweite Sieg dieser Saison.
Am achten Brett gelang Simon Niestroj in mittlerweile gewohnt souveräner Manier der Sieg, wobei es sich bereits um sein dritten Erfolg dieses Jahres handelte.
Weniger glücklich agierte Lennart Manz (Brett 7), da er einzügig seine Dame verschenkte. Leider half es ihm auch wenig, dass seinem nominell deutlich schwächeren Gegner bereits wenig Züge später exakt
das gleich Missgeschick widerfuhr. In einer eigentlich gewonnen Stellung übersah Lennart die einzügige Mattdrohung seines Kontrahenten und musste nach nur 20 Minuten verbrauchter Bedenkzeit aufgeben. Da auch Rudi
Barth (Brett 5) und Stefan Riedinger (Brett 6) gegen sehr starke Jugendspieler das Nachsehen hatten ging Baden-Baden mit 3:1 in Führung. Die beiden Routiniers Uwe Stabenau (Brett 4) sowie Roland Heitz (Brett 3) erfüllten
erwartungsgemäß ihre Aufgaben und sorgten für den 3:3 Ausgleich. Den 5:3 Endstand stellten Dirk Baumstark (Brett 1) und Jens Stabenau (Brett 2) her, die beide ihre im Verlauf der Partie gewonnen Vorteile in
Siege umwandeln konnten.
In sechs Wochen kann man nun gegen gleichwertige Muggensturmer die Abstiegszone endgültig hinter sich lassen .
Heimspiel gegen Durmersheim - Vorschau auf den vierten Verbandsrundenspieltag (Christian Dettweiler)
Iffezheim I empfängt am vierten Spieltag der Landesligasaison 2008/09 Aufsteiger SC Durmersheim. Nominell dürften die Gäste – es ist ja kein Spieltag in Frankreich – zwar leicht im Vorteil sein, doch der Ausgang des Duells ist völlig offen. Täuschen lassen darf man sich auch nicht von den beiden Durmersheimer Niederlagen in den ersten drei Begegnungen. Zum einen waren sie sehr knapp und eher unglücklich, zum anderen spielte Durmersheim bislang durchweg gegen Teams, die eher der oberen Tabellenhälfte zuzurechnen sind. Die Gäste können nicht nur auf etliche starke Gastspieler aus Frankreich zurückgreifen, mit dem neuen Spitzenbrett Vincent Duverlie (ELO 2117), Rückkehrer Bernd Sauer und dem oberligaerfahrenen Wolfgang Henn hat sich Durmersheim vor der Saison recht heftig verstärkt.
Die wie der SCI noch verlustpunktfreien Bohlsbacher sollten dank ihrer starken Frankreich-Fraktion Vimbuch in Schach halten. Um den Anschluss an die Tabellenspitze geht es zwischen OSG Baden-Baden IV und Oberkirch sicherlich auch eng zu, die Gastgeber sollten dabei aber auf Grund des stärkeren Kaders die Oberhand behalten. Gernsbach wird Bühlertal deutlich die Grenzen aufzeigen. Mit einem Heimsieg ist auch in Kuppenheim zu rechnen, wo die Rochade-Reserve Schlusslicht Lahr II empfängt.
Iffezheim II, aktuell Zweiter der Kreisklasse I, will gegen Ottenau II seine Aufstiegsambitionen untermauern, was Markus Ehrlacher und seinen Jungs auch deutlich gelingen sollte.
In der zweiten Kreisklasse empfängt Iffezheim III die achte Mannschaft der OSG Baden-Baden. Mit jeweils drei Punkten muss man von einem Kellerduell sprechen. Der nominelle Vorteil von SCI III sollte aber den Ausschlag zu unseren Gunsten geben.
Die Kiebitze rieben sich bereits dreimal die Augen: Iffezheim IV, eigentlich die nach Wertungszahlen schwächste Mannschaft der Kreisklasse III, grüßt nach drei Siegen zum Saisonstart immer noch von ganz oben in der Tabelle. Auch Bühlertal IV, aktueller Tabellenvierter der Liga, sollte im schlagbaren Bereich sein, wenn Markus’ Rasselbande den Mannschaftskampf nicht zu einem unkonzentrierten Blitzwettbewerb ausarten lässt.
Mal Oberliga, mal Kreisklasse – Open Bad Wiessee 2008 (Christian Dettweiler)
Etwas enttäuschende 355 Schachspieler fanden sich vom 1.-9. November in Bad Wiessee zu den 12. Offenen Internationalen
Bayerischen Meisterschaften ein, darunter mit Joachim Kick (CaiRo Kuppenheim) und mir auch wieder zwei langjährige Gäste aus heimischen Landen. Für die rückläufige Teilnehmerzahl - zuletzt war das
Turnier 2005 mit 512 Akteuren „ausverkauft“ - spielte sicher die am 12. November beginnende Schacholympiade in Dresden mit ihrem umfangreichen Rahmenprogramm eine Rolle. Doch auch die aktuelle Wirtschaftskrise und deren
Auswirkungen dürften Einfluss gehabt haben, die Kohle für Startgeld und neun Tage Unterkunft und Essen sitzt einfach nicht mehr so locker wie früher. Das Turnier war aber auch so ganz gut besetzt, wenn auch
die absoluten „Kracher“ der ersten Jahre zunehmend fehlen. Die Setzliste wurde angeführt von GM Burmakin (ELO 2625) vor den GM Yemelin und Bobras sowie einem ehemaligen Weltklassespieler, der schwedischen Schachlegende
Ulf Andersson. Insgesamt waren 59 Titelträger am Start. 198 Spieler wiesen eine Wertungszahl über 2000 auf, 261 eine über 1900 und immerhin 298 noch eine über 1800.
Runde 1
Kontrahent Rolf Loew (SK Weilheim) wies zwar mit 1597 DWZ eine relativ schwache Wertungszahl auf, machte aber irgendwie
keine Fehler. Im Gegenteil – ich fand mich mit den schwarzen Steinen zunehmend auf meinen letzten beiden Reihen eingeengt. Ein letzter Konter am Damenflügel und ein tiefes Durchatmen, als er mein Remisangebot akzeptierte
– letzteres sicherlich mehr mit Blick auf meine Wertungszahl als wegen der Stellung.
Runde 2
Nun begann das Turnier so richtig. Kontrahent Michael Schmitz (SC Schachuzipus Köln-Mülheim, DWZ 1690)
wurde mit Weiß zunächst thematisch überfahren, ehe er dann ein starkes Opfer – Figur für kurzfristig zwei, mittelfristig drei Bauern – auspackte und es noch einmal spannend wurde. Nun galt es noch
einige kleinere und einen großen bangen Moment zu überstehen, doch am Ende stand die letztlich verdiente Eins unter dem Formular. Nachdem mich dann die Jörg’sche Nachricht vom 5,5:2,5 unserer Jungs in Vimbuch
erreicht hatte, war der Abend endgültig gerettet.
Runde 3
Dr. Daniel Wichmann (SAbt TuS Dotzheim, ELO 2197, DWZ 2095) wählte mit den weißen Steinen eine zweischneidige
Bauernopfervariante, in der zwar früh die Damen getauscht wurden, aber dennoch eine sehr scharfe Stellung mit beiderseitigen Bauernschwächen und aktivem Figurenspiel entstand. Kurzum – man konnte viel falsch machen.
Nach Rückopfer des Bauern für Entwicklung und 27 Zügen landeten wir in einem materiell und auch sonst ausgeglichenen Doppelturmendspiel, das er dann noch bis zur dreimaligen Stellungswiederholung im 53. Zug
quälen musste.
Runde 4
Paul Haldemann (Truebschachen/Schweiz, ELO 2169) und ich bauten uns zunächst 16 Züge lang thematisch und
grundsolide auf, ehe dann im Zentrum nach Bauerndurchbrüchen die Fetzen flogen. Als sich der Rauch verzog, hatte ich einen Minusmops ohne greifbare Kompensation. Ein paar aktive Züge und einen zweiten, dieses Mal
bewusst geopferten, Bauern später hatte ich sie dann in Form eines absolut dominanten Springers im Zentrum, der zwischen e4 und d6 mächtig Alarm machte. In beiderseitiger Zeitnot gewann genau dieser Springer die
Qualität – so stand am Ende ein hart erarbeitetes, aber doch etwas glückliches Remis mit Weiß zu Buche.
Runde 5
Sollte sich mein Gegner im fünften Durchgang tatsächlich auf einen wie mich vorbereitet haben? In jedem
Fall wich Werner Kugelmann (SC Lauingen, ELO 2214, DWZ 2128) von seinem üblichen Eröffnungsrepertoire ab. Wie dem auch sei – nach etwa 15 Zügen hatte ich die Stellung mit den schwarzen Steinen ausgleichen
können. Dank zweier bärenstarker Läufer auf den langen Diagonalen erarbeitete ich mir langsam positionelle Vorteile. Eine Scheinaktivität seinerseits mit verdoppelten Türmen auf der d-Linie konnte
ich am Königsflügel kontern und bei der folgenden Kombination sogar einen Bauern gewinnen. Leider fand ich nicht die genaueste, zum Gewinn wohl ausreichende Fortsetzung, und es verblieben ungleichfarbige Läufer
auf dem Brett – erneut Remis, dieses Mal im Gegensatz zur fünften Runde eher unglücklich. Aber das nennt man wohl ausgleichende Gerechtigkeit.
Runde 6
„Da fährt man hunderte Kilometer, um dann doch wieder gegen einen Badener zu spielen“ begrüßte
mich Benno Jaeschke aus Sandhausen (ELO 2187, DWZ 2098) zur sechsten Runde. Die Geschichte dieser Partie ist schnell erzählt. Ich eroberte mir mit den weißen Steinen zunächst Raumvorteil bei geschlossenem Zentrum.
Ein Bauerndurchbruch seinerseits öffnete die Stellung. Nach dem folgenden Schlagabtausch lichtete sich das Material. In leicht besserer Position (so Rybka) nahm ich sein Remisangebot an.
Runde 7
Sechs Runden ohne Null in Bad Wiessee, 3,5 Punkte, und dabei fünf Runden lang richtig gutes Schach gespielt!
Sollte das tatsächlich „mein“ Turnier werden? Nein. Schachfreund Manfred Keller von der SG Pang/Rosenheim (ELO 2216, DWZ 2155) gestand nach seinem Sieg freimütig ein, dass die Partie eigentlich unentschieden hätte enden müssen. Auch Rybka zeigte nach ausgeglichener Eröffnungsphase zügelang eine 0,00-Bewertung an. Bis… ja bis ein kleiner dummer Iffezheimer einen Zug vor der Zeitkontrolle an Schachblindheit erkrankte und zweizügig die Qualität einstellte. 17 Züge später stand dann die erste Null. Aber nach einer erneut sehr guten Leistung – nur bis zum 40. Zug eben.Ach ja – nach sechs Tagen mit strahlendem Sonnenschein ohne eine Wolke am Himmel wurde das Wetter an diesem Tag trübe. Und sollte es auch bis zum Ende bleiben. Zufälle gibt es... .
Schachfreund Manfred Keller von der SG Pang/Rosenheim (ELO 2216, DWZ 2155) gestand nach seinem Sieg (wozu hätte
ich sonst die ganze Vorrede gebraucht…?) freimütig ein, dass die Partie eigentlich unentschieden hätte enden müssen. Auch Rybka zeigte nach ausgeglichener Eröffnungsphase zügelang eine 0,00-Bewertung
an. Bis… ja bis ein kleiner dummer Iffezheimer einen Zug vor der Zeitkontrolle an Schachblindheit erkrankte und zweizügig die Qualität einstellte. 17 Züge später stand dann die erste Null. Aber nach einer
erneut sehr guten Leistung – nur bis zum 40. Zug eben.
Ach ja – nach sechs Tagen mit strahlendem Sonnenschein ohne eine Wolke am Himmel wurde das Wetter an diesem Tag
trübe. Und sollte es auch bis zum Ende bleiben. Zufälle gibt es... .
Runde 8
Die Auslosung meinte es nicht gut mit mir und bescherte mir zum zweiten Mal in Folge Schwarz. Damit nicht genug:
Mein persönliches Waterloo hört auf den Namen Heinrich Emser, spielt für die SG Altenkessel im schönen Saarland und wies eine ELO von 1914 und eine DWZ von 1596 auf. Und wurde erstmal 35 Züge lang
positionell an die Wand genagelt. Dann nahm das Schicksal seinen Lauf: Zunächst packte ich ein schönes Figurenopfer aus. Nach dessen Annahme wählte ich zunächst nur die zweitbeste Fortsetzung (die beste
hätte schlicht und einfach vierzügig eine Figur gewonnen). Mit dem Lohn einer immer noch klar besseren Stellung unzufrieden schlug ich bei der folgenden Kombi mit der falschen Figur (die richtige hätte immer
noch für zweieinhalb Bauerneinheiten Plus gereicht). Das Stellungsglück wollte es, dass es einen stillen Reservezug für ihn gab, der schlicht und einfach die Partie fünfzügig gewann. Das war wieder
Christian-typisch. Gegen nominell schwache Gegner fehlt es aus unerklärlichen Gründen einfach am Rechenvermögen, sobald es nur ein bisschen taktisch wird. Zumindest habe ich mich endlich nach fast einer Woche
weit über dem Niveau der letzten Jahre wiedererkannt. Mehr Positives fällt mir zu dieser achten Runde aber auch nicht ein.
Runde 9
Aber diese Leistung war natürlich noch „steigerbar“. Dr. Dieter Koch vom SC Ammersee ELO 1891, DWZ 1717) war mir schon vor zwei Jahren einmal durch, zugegeben sehr gutes, Schwindelschach in verlorener Stellung einmal von der Schippe gesprungen. Und auch dieses Mal stand er völlig hoffnungslos. Raumvorteil im Zentrum, erst einer, dann zwei Mehrbauern, dann eine Qualität und noch drei Züge vor Schluss sogar Turm und zwei Bauern im Plus – um dann durch einen unbedachten Turmzug ins Dauerschach zu laufen – Remis.
Fazit:
Meine 4/9 waren schlicht und ergreifend viel zu wenig für das, was auf den Brettern stand. Bis zum 40. Zug der siebten Runde hatte ich eine Zahl weit über 2000 DWZ und auch eine ELO von nahezu 2200 gespielt. Dann kamen aus unerklärlichen Gründen der Einbruch und ein Rückfall in leider inzwischen normale Zeiten mit taktischen Aussetzern nach positionell sehr gutem Spiel. Gegen Spieler auf Oberliganiveau konnte ich mich anpassen, gegen Spieler auf Bezirksliga- und Kreisklasseniveau nicht einmal das. Und so werden sich weder ELO, noch DWZ großartig verändern.
Mitstreiter Jogi erreichte bei seiner zehnten Turnierteilnahme 5/9 und spielte dabei gegen immerhin vier Titelträger.
Sein Highlight war sicherlich der Sieg gegen FM Gerald Löw in Runde 4, als er in einer sehenswerten Opferpartie in beiderseitiger Zeitnot das Blatt zu seinen Gunsten wenden konnte. Zudem fand seine Jubiläumsteilnahme
sogar Erwähnung in der Tegernseer Zeitung. Da hat wohl der Kuppenheimer Oberschreiberling seine Finger im Spiel gehabt...?
Das Turnier gewann übrigens der 18-jährige französische IM Romain Edouard (2555) überzeugend
mit 7,5/9 und erreichte damit eine GM-Norm. Schachlegende Ulf Andersson spielte ebenfalls ein gutes Turnier, musste allerdings zwei Male aussetzen, darunter auch in der Schlussrunde. Seine 6,5/7 und eine gespielte Performance
von ca. 2700 zeigen aber, was möglich gewesen wäre.
Wie immer waren Organisation und Ambiente prima. Pünktliche Auslosungen, Zwischenstandstabellen für alle
denkbaren Auswertungen, durchweg Holzbretter und Digitaluhren im Turniersaal, der großen Wandelhalle des Jodschwefelbades. Viel Platz an jedem Brett, Tischkarten mit allen Informationen zu den Spielern, Liveübertragung
der Spitzenbretter im Internet und auf einer Großleinwand im Analyseraum. Diesbezüglich bleibt das Bad Wiessee-Open unschlagbar.
Ein bisschen Werbung muss auch wieder sein: Nämlich für unsere liebe Zimmerwirtin Frau Tomas. Wer während
oder abseits des Turniers einmal nach Bad Wiessee kommt und ein gutes, preiswertes Zimmer mit ordentlichem Frühstück sucht, sollte sich beim Landhaus Tomas melden und einen Gruß von mir sagen. Die Unterkunft bleibt konkurrenzlos für Jogi und mich. Und wohl auch wieder im nächsten Jahr.
Iffezheim II scheitert denkbar knapp in Runde 1 des MBMP (Bernhard Ast)
Nachdem in diesem Jahr im Mittelbadischen Mannschaftspokal entsprechend den BSV-Pokalregeln die Brettreihenfolge wieder variabel ist, hatte sich die Iffzer Zweite dafür entschieden, die Mittelachse mit den Weißbrettern mit Gerald an 3 und dem Berichterstatter an 2 DWZ-stärker zu besetzen und auf etwas Zählbares an den Schwarzbrettern mit Mark an 1 und John an 4 zu hoffen.
Die favorisierten Vimbis konnten auch nicht ganz aus dem Vollen schöpfen und traten mit nur zwei Spielern aus deren erster Mannschaft (Daniel Schneider und Dr. Hans-Joachim Jordan) sowie zwei Routiniers aus der Zweiten (Anton Haunß und Claus Reith) an.
Nach etwa 90 Minuten Spielzeit sah es dann auch recht gut für uns aus: Gerald hatte sich gut in des Gegners Hälfte festgesetzt, Bernhard hatte sich ebenfalls eine vorteilhafte Stellung mit Mehrbauer erarbeitet und Mark und John standen weitgehend ausgeglichen. Unplanmäßig war es Mark an Brett 1, der einen Abtausch fehlerhaft berechnete und einen ganzen Offizier einbüßte. Wenig später folgte dann folgerichtig seine Aufgabe und die erstmalige Führung der Gäste. Gerald drückte seinen Gegner mehr und mehr in die Verteidigung und mit dem Eindringen beider Türme über die c-Linie in das Lager des Gegners folgte dann auch der verdiente Punkt zum 1:1-Ausgleich. John, der lange Zeit gegen Claus Reith Paroli bieten konnte, war er immerhin auf dessen Eröffnung eingestellt worden, verlor schließlich die Kontrolle der d-Linie, womit er dem Angriff auf seinen König nichts mehr entgegensetzen konnte. Erneut gingen die Gäste damit in Führung. Bernhard hatte zwar seinen Mehrbauer zunächst ins Endspiel gerettet, zuvor hatte er wohl nicht ganz das Optimale aus der Stellung herausgeholt. Mit der Rückgabe des Mehrbauern wickelte er schließlich in ein gewonnenes Bauernendspiel ab, bei dem der Halbzug, den er seine Dame früher bekam, schließlich den ganzen Punkt und den Ausgleich von 2:2 erbrachte.
Da alle Weißpartien des Abends gewonnen worden waren und damit die Berliner Wertung gleich war, musste die Entscheidung im Blitz mit vertauschten Farben fallen.
John sorgte hier im Blitz für die Iffzer Führung nach einem Dameneinsteller seines Gegenübers. Nachdem auch Gerald punktete, hätte ein Remis an den vorderen beiden Brettern zum Weiterkommen gereicht. Doch Mark spielte zu früh auf die Zeit des Gegners und Bernhard übersah einen 2-3-zügigen Gewinnweg in einer wechselhaften Partie, sodass die Vimbucher durch diese beiden Siege ausgleichen konnten und dank der besseren Berliner Wertung beim Blitz die nächste Runde im Mannschaftspokal erreichten.
Fazit: Ein insgesamt gelungener, spannender Schachabend, auch wenn wir den Kürzeren gezogen haben. Solange die Vimbis nicht auf unsere Erste treffen, wünschen wir unseren jederzeit fairen Gästen noch viele Erfolge im Pokalwettbewerb!
|
|
|
Iffezheim 2
|
|
|
Vimbuch
|
|
|
|
|
Blitz
|
BW
|
|
|
1
|
10
|
Maltring,Mark
|
1781
|
2
|
Schneider,Daniel
|
1996
|
0
|
1
|
|
0:1
|
-:4
|
|
|
2
|
7
|
Ast,Bernhard
|
1884
|
5
|
Jordan,Hans-Joachim,Dr.
|
1828
|
1
|
0
|
|
0:1
|
-:3
|
|
|
3
|
9
|
Kramer,Gerald
|
1835
|
12
|
Haunß,Anton
|
1692
|
1
|
0
|
|
1:0
|
2:-
|
|
|
4
|
16
|
Schott,John
|
1494
|
10
|
Reith,Claus
|
1890
|
0
|
1
|
|
1:0
|
1:-
|
|
|
|
|
DWZ
|
1748
|
|
DWZ
|
1852
|
2
|
2
|
|
2:2
|
3:7
|
|
Iffezheim weiterhin verlustpunktfrei – Vimbuch-Iffezheim I 2,5:5,5 (Markus Merkel)
Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung bezwang die erste Mannschaft des SC Iffezheim Vimbuch mit 5,5 zu 2,5. An Brett acht steuerte Markus Ehrlacher, der als Ersatzmann für den in Bad Wiesee weilenden Christian Dettweiler in die Mannschaft gerutscht war, in einer unspektakulären Partie ein ungefährdetes Remis bei. Überraschender kam kurz darauf der Sieg von Harald Bernrader-Hauns, dessen Gegner in remislicher Stellung ein einzügiges Matt zuließ. Jörg Eiler Stand an Brett drei bereits aus der Eröffnung heraus gut, verdichtete schrittweise seinen Vorteil und sorgte durch seinen Sieg für die 2,5 zu 0,5 Führung. Während Markus Merkel am ersten Brett sich eine vorteilhaft Stellung erarbeitet hatte, stand Bernhard Ast mit Mehrbauer sehr gedrückt und Andreas Manz hatte Mühe Kompensation für sein Bauernopfer nachzuweisen. Als sich sein Gegner jedoch ungenau verteidigte schlug sein Angriff doch noch durch, woraufhin Colin Kramer und Ramadan Raka den Mannschaftssieg mit zwei Remisen in ausgeglichenen Stellungen sicherstellten. Die für den Ausgang des Mannschaftskampfes nunmehr unbedeutenden Partien an den Brettern eins und sieben endeten bald darauf ebenfalls remis.
Die Einzelresultate:
| Brett |
Vimbuch |
DWZ |
Iffezheim I |
DWZ |
Ergebnis |
| 1 |
Schmied, A |
2041 |
Merkel, M |
2113 |
0,5 : 0,5 |
| 2 |
Schneider, D |
1996 |
Raka, R |
2108 |
0,5 : 0,5 |
| 3 |
Herrmann, H |
1924 |
Eiler, J |
2066 |
0 : 1 |
| 4 |
Lehmann, A |
1902 |
Kramer, C |
1905 |
0,5 : 0,5 |
| 5 |
Jordan, HJ |
1828 |
Manz, A |
1909 |
0 : 1 |
| 6 |
Reith, J |
1866 |
Bernrader-Hauns, H |
1867 |
0 : 1 |
| 7 |
Puchas, R |
1821 |
Ast, B |
1884 |
0,5 : 0,5 |
| 8 |
Schröter, GP |
1762 |
Ehrlacher, M |
1758 |
0,5 : 0,5 |
| DWZ-Schnitt/Gesamterg. |
1893 |
|
1951 |
2,5 :5,5 |
Iffezheim III verliert gegen OSG Baden-Baden (Dirk Baumstark)
Auch am dritten Spieltag der Kreisklasse II gelang der Iffezheimer Mannschaft kein zählbarer Erfolg. Nach Niederlagen von Lennart Manz (Brett 7) und Simon Niestroj (Brett 8) konnten die restlichen Iffezheimer nur noch sechs Remis beitragen. So fügte man sich ohne einen einzigen Sieg in die 3:5 Niederlage.
Iffezheim 4 bezwingt Kuppenheim 4 mit 4 : 2 (Markus Merkel)
Im Duell zweier mit Ausnahme der jeweiligen Spitzenbretter mit Jugendspielern aufgestellten Mannschaften kam Iffezheim 4 zu einem ungefährdeten Sieg. Bereits nach zwanzig Minuten Spielzeit sorgten Michael Florath und Daniel Niestroj fast zeitgleich für die 2 : 0 Führung. Bald darauf erhöhten Daniel Zoller und Marius Merkel, gegen einen nominell deutlich höher eingeschätzten Gegner, auf 4:0. Das Clemens Merkel eine gewonnene Stellung zum Verlust verdarb und Markus Strobel im Duell der Routiniers den Kürzeren zog fiel dann nicht mehr ins Gewicht.
Die Einzelresultate:
| Brett |
Iffezheim 4 |
DWZ |
CaiRo Kuppenheim 4 |
DWZ |
Ergebnis |
| 1 |
Strobel, Markus |
1216 |
Braun, Thomas |
1427 |
0 : 1 |
| 2 |
Merkel, Marius |
1082 |
Lorenz, Jannik |
1320 |
1 : 0 |
| 3 |
Zoller, Daniel |
923 |
Wagner, Marius |
865 |
1 : 0 |
| 4 |
Merkel, Clemens |
910 |
Männle, Alexander |
832 |
0 : 1 |
| 5 |
Florath, Michael |
887 |
Wagner, Marius |
|
1 : 0 |
| 6 |
Niestroj, Daniel |
811 |
Männle, Alexander |
|
1 : 0 |
| DWZ-Schnitt/Gesamterg. |
972 |
|
1111 |
4 :2 |
Unnötiger Punktverlust der Reserve (Markus Ehrlacher)
In einem vorgezogenen Spiel der dritten Runde der Kreisklasse I trennten sich Iffezheim II und Gernsbach II 4:4 unentschieden. Aufgrund des ursprünglich angesetzten Spieltages am 01.11. (Feiertag) hatte man sich auf die Vorverlegung geeinigt, so dass beide Mannschaften in guter Besetzung antreten konnten. Den besseren Start erwischten die Murgtäler, die am achten Brett den ersten Sieg einfahren konnten. Rudi Barth hatte mit den weißen Steinen etwas ungestüm angegriffen und einen entscheidenden Konterangriff gegen den eigenen König zugelassen, so dass er nach zwanzig Zügen die Segel streichen musste. Am Spitzenbrett entwickelte sich zwischen Torsten Meixner und Gerald Kramer trotz der französischen Abtauschvariante eine inhalts- und abwechslungsreiche Partie. Nach einem forcierten Generalabtausch hatte Torsten im Doppelturmendspiel die Initiative und leicht bessere Aussichten. Nach einer Ungenauigkeit hatte Gerald jedoch keine Mühe mehr das Remis zu sichern, da er seinen Turm hinter dem Freibauern aufstellen konnte. Da man zu diesem Zeitpunkt an den Brettern vier und sieben entscheidenden Vorteil hatte, konnte man zufrieden sein, dass auch Thomas Oesterle und John Schott gegen ihre Gegner jeweils ein leistungsgerechtes Remis erreichten. Für den Ausgleich sorgte schließlich auch Mladenko Jercic, der sehenswert zunächst einen Bauern gewinnen konnte. Nachdem der Gegner bei seinen Angriffsbemühungen eine Figur verloren hatte, spielte Mladenko die Partie sicher zu Ende. Marcus Haas hatte in seiner Partie am Königsflügel freie Hand, da sein Gegner das Zentrum geschlossen und sich einen rückständigen Bauern auf e6 eingehandelt hatte. Die weißen Figuren fanden auf e5 einen guten Vorposten und der stetige Figurendruck sorgte für entscheidenden Materialgewinn. Die Partie zwischen Mark Maltring und Timo Treiber bewegte sich immer ausgeglichen in der Remisbreite, und im Bauernendspiel konnte keine Seite mehr Gewinnbemühungen unternehmen, da weder die Bildung eines Freibauern, noch ein Königsdurchbruch möglich war. Leider musste man durch die Niederlage von Christian Wetzel an Brett fünf noch den Ausgleich hinnehmen. Christian hatte beim Aufbau seiner Angriffsstellung viel Zeit verbraucht und war an diesem Tag auch sicherlich nicht gerade in der besten Verfassung, um konzentriert eine mehrstündige Schachpartie zu spielen. So kam es dazu, dass er bei knapp werdender Bedenkzeit ein entscheidendes Zwischenschach übersah und damit die Partie in den Sand setzte.
Die Einzelresultate:
| Brett |
Iffezheim II
|
DWZ |
SK Gernsbach II
|
DWZ |
Ergebnis |
| 1 |
Kramer Gerald
|
1835
|
Meixner Torsten
|
1857
|
0,5 : 0,5
|
| 2 |
Maltring Mark
|
1781
|
Treiber Timo
|
1765
|
0,5 : 0,5
|
| 3 |
Oesterle Thomas
|
1631
|
Spissinger Eberhard
|
1687
|
0,5 : 0,5
|
| 4 |
Haas Marcus
|
1603
|
Bohn Felix
|
1429
|
1 : 0
|
| 5 |
Wetzel Christian
|
1552
|
Naumann Marius
|
1254
|
0 : 1
|
| 6 |
Schott John
|
1494
|
Naumann Fabian
|
1437
|
0,5 : 0,5
|
| 7 |
Jercic Mladenko
|
1823
|
Bohn Philipp
|
1209
|
1 : 0
|
| 8 |
Barth Rudi
|
1484
|
Hintze Claus
|
1513
|
0 : 1
|
| DWZ-Schnitt/Gesamterg. |
1650
|
|
1519
|
4,0 :4,0
|
Vorschau auf den dritten Verbandsrundenspieltag (Christian Dettweiler)
Iffezheim I reist am dritten Spieltag der Landesligasaison 2008/09 zu den wie der SCI noch ungeschlagenen Vimbis. Nominell sollten wir zwar etwas im Vorteil sein, aber Vimbuch schlug zuletzt mit Durmersheim und Oberkirch zwei Mannschaften, die zahlenmäßig unsere Kragenweite haben – Vorsicht ist also geboten.
Die wie diese beiden Teams noch verlustpunktfreien Bohlsbacher sollten am Sieger der Begegnung Vimbuch-SCI dranbleiben, denn alles andere als ein deutlicher Sieg gegen Schlusslicht Bühlertal wäre eine dicke Überraschung. Nach einem verpatzten Start sollte auch Gernsbach das erste Zählbare aufs Konto schreiben, gegen Lahr II muss ein Pflichterfolg gelandet werden. Offen ist das Duell zwischen Durmersheim und Oberkirch. Kuppenheim II ist hingegen gegen die vierte Mannschaft der OSG Baden-Baden klar in der Außenseiterrolle.
Iffezheim II, aktuell Zweiter der Kreisklasse I, will gegen Gernsbach II seine Aufstiegsambitionen untermauern. Das Unterfangen wird aber absehbar deutlich schwerer als die beiden Erfolge zum Saisonstart.
Eine Klasse darunter gastiert Iffezheim III bei der siebten Mannschaft der OSG Baden-Baden und damit bei einem punkt- und sogar brettpunktgleichen Kontrahenten. Auch nominell kann man keinen Favoriten ausmachen, hoffen wir auf eine gute Tagesform unserer Dritten.
Iffezheim IV grüßt nach zwei Siegen zum Saisonstart als Tabellenführer der Kreisklasse III. Gegner Kuppenheim IV geht allerdings nach DWZ wohl als klarer Favorit in die Begegnung.
Ein Blick über den Rhein (Christian Dettweiler)
Ein paar Wochen nach den deutschen Ligen hat auch die Saison 2008/09 in unserem Nachbarland begonnen. Und da auch zwei Iffzer in den französischen Ligen Nationale III bzw. IV spielen, lohnt sich ein Blick über den Rhein:
Markus Merkel spielte zum Auftakt in der Nationale III mit Mundolsheim II bei Jura Dolois. Er trug mit einem achtbaren Remis gegen FM Philippe Guyot (Wertungszahl 2274) zum 2:2 gegen die insgesamt eigentlich nominell unterlegenen Gastgeber bei. „2:2?“ mag sich manch einer fragen. Nun – in Frankreich ist es so, dass zwar ebenfalls Achtermannschaften an den Start gehen, Remisen aber nicht gezählt werden. In Deutschland wäre das Match also mit 4:4 gewertet worden.
Nach 5/5 in 2007/08 gelang auch dem Berichterstatter ein persönlich guter Start in die neue Spielzeit für Soufflenheim I in der Nationale IV. Kontrahent Henri-Michel Meyer (1990) wurde in einer schönen Angriffspartie in 23 Zügen vom Brett gefegt. Die Reise ins ferne Lutterbach (Anfahrt über zwei Stunden, Lutterbach liegt südlich von Mulhouse) lohnte sich hingegen für das Team nicht. Neben Christians Sieg gab es nur noch vier Punkteteilungen gegen die klar favorisierten Gastgeber. Ergebnis somit 3:1 für Lutterbach (... also eigentlich 5:3). Soufflenheim steht vor einer schweren Saison. In Frankreich werden die Ligen jedes Jahr neu zugeteilt, und Soufflenheim, im Vorjahr noch Tabellenvierter, muss nach Einschätzung der Insider angesichts der diesjährigen Zuteilung eher als abstiegsgefährdet eingestuft werden. Unser ehemaliger Mitstreiter Herrmann Rückleben fehlte leider aus privaten Gründen zum Saisonauftakt.
Glanzlos, aber gewonnen: Iffezheim - Bühlertal 6:2 (Christian Dettweiler)
Eine eher durchschnittliche Mannschaftsleistung reichte Iffezheim I letztlich zu einem deutlichen und auch in der Höhe verdienten Sieg gegen Aufsteiger Bühlertal. Die Gäste, erneut mit Ersatz angetreten (es fehlten vor allem Thorsten Rütten und Andreas Braun in der Mittelachse), wehrten sich dennoch lange nach Kräften.
Den Auftakt machte nach ca. zweieinhalb Stunden Spielzeit eine Punkteteilung zwischen Andi und Arnd Braun. Ob die Position Andis Minusbauern tatsächlich aufwog? Es folgten ein sicherer Sieg von Colin, der gegen Rainer Gumbert schon früh die Qualität gewonnen hatte und ein zwischendrin doch einmal gefährdeter Erfolg von Harry gegen Marius Köppel.
Recht wild wurde zwischenzeitlich die Partie an Brett 7, wo Bernhard etliche Elfmeter ausließ. Anstatt diverse Male mit Mehrmaterial herauszukommen (Rybka zeigte zwischenzeitlich über +10 Bauerneinheiten an) stellte er erst einen Bauern und dann zweizügig einen Turm ein, was den Anschlusstreffer für die Gäste bedeutete. Ramadan stellte gegen Joachim Feist in einer schönen Angriffspartie den alten Abstand wieder her, nachdem Joachim in verlorener Stellung die Zeit überschritt. Den Mannschaftssieg brachte der Berichterstatter mit einem sicheren Erfolg gegen Peter Klingelhöffer unter Dach und Fach.
Ziemlichen Dusel hatte unser Spitzenbrett, der gegen Michael Bentz ziemlich platt stand. In beiderseitiger Zeitnot ließ Michael sogar eine Mattmöglichkeit aus. Insofern war die letztliche Punkteteilung für Markus mehr als glücklich. Den Schlusspunkt setzte Jörg mit einem Freibauernsturm am Damenflügel, aber auch er hatte sich zwischenzeitlich das Leben unnötig schwer gemacht. Kurzum: Ein glanzloser Sieg, der mit der Tabellenführung aber etwas vergoldet wurde.
Die Einzelresultate:
| Brett |
Iffezheim
|
DWZ |
Bühlertal
|
DWZ |
Ergebnis |
| 1 |
Merkel, M
|
2113
|
Bentz, M
|
2041
|
0,5 : 0,5
|
| 2 |
Raka, R
|
2108
|
Feist, J
|
1974
|
1 : 0
|
| 3 |
Eiler, J
|
2066
|
Belikan, T
|
1739
|
1 : 0
|
| 4 |
Kramer, C
|
1905
|
Gumbert, R
|
1716
|
1 : 0
|
| 5 |
Manz, A
|
1909
|
Braun, Ar.
|
1739
|
0,5 : 0,5 |
| 6 |
Bernrader-Hauns, H
|
1867
|
Köppel, M
|
1633
|
1 : 0
|
| 7 |
Ast, B
|
1884
|
Fischer, A
|
1584
|
0 : 1
|
| 8 |
Dettweiler, C
|
1870
|
Klingelhöffer, P
|
1357
|
1 : 0
|
| DWZ-Schnitt/Gesamterg. |
1965
|
|
1723
|
6,0 :2,0
|
Im Spitzenspiel unterlag OSG Baden-Baden IV Durmersheim knapp mit 3,5:4,5. Zum Favoritenschreck mausern sich die Vimbis, die beim nominell deutlich überlegenen bisherigen Tabellenführer Oberkirch mit 4,5:3,5 die Oberhand behielten. Bohlsbach besiegte Lahr II deutlich mit 5,5:2,5 und wahrte seine weiße Weste. Ohne seine beiden Spitzenbretter verlor Gernsbach gegen Kuppenheim II mit 3,5:4,5. Mit Iffezheim, Bohlsbach und Vimbuch sind noch drei Teams verlustpunktfrei. Dies wird sich aber in drei Wochen ändern, wenn der SCI nach VImbuch reist.
Geschlossene Mannschaftsleistung führt zum Sieg (Markus Ehrlacher)
Nicht ganz so überlegen wie zur gleichen Zeit Vitali Klitschko in seinem WM-Kampf, aber doch genauso ungefährdet, kam die zweite Mannschaft des SC Iffezheim zu ihrem zweiten Saisonsieg. Eine geschlossene Mannschaftsleistung ergab einen unter dem Strich verdienten Auswärtserfolg bei Durmersheim III. Dabei kam die erste Punkteteilung sehr überraschend und glücklich zustande, da sich John Schott nach überlegener Eröffnungsbehandlung bei einer Kombination verrechnete, der Gegner aber trotz Mehrfigur mit einem Remis einverstanden war. Für die Führung sorgte Markus Ehrlacher, der im frühen Mittelspiel einen Bauern gewonnen hatte und deutlich besser stand. Ein Figureneinsteller seines Gegners verkürzte die Gewinnführung natürlich beträchtlich. Eine hochtaktische Partie entwickelte sich am Spitzenbrett zwischen Bernd Genthner und Gerald Kramer. Der Durmersheimer hatte einen Turm genommen, sah sich aber einem sehr starken Angriff ausgesetzt und fand nicht immer die besten Verteidigungszüge. Gerald konnte den gegnerischen König sehenswert vom Königs- zum Damenflügel treiben, um dort die Partie zu entscheiden. Thomas Oesterle stellte anschließend seine Gewinnbemühungen mit Schwarz in einem ausgeglichenen Leichtfigurenendspiel ein und stimmte dem Remisangebot seines Gegners zu, welches den 3:1-Zwischenstand nach sich zog. Für den einzigen Durmersheimer Sieg sorgte mit Hans-Peter Wenzel ein alter Bekannter des SC Iffezheim. Mark Maltring hatte seine Partie mit einem Bauernsturm am Königsflügel aggressiv angelegt, schließlich aber eine Abwicklung gewählt, die ihn einen Bauern kostete. Hans-Peter hatte noch das Glück, dass Mark einen Figurenfang übersah, konnte dann aber den Mehrbauern im Läuferendspiel sicher verwerten. Für die 4:2-Führung zeichnete sich Mladenko Jercic verantwortlich, der im Mittelspiel einen Bauern gewonnen hatte. Das Doppelturmendspiel behandelte sein Gegner zu passiv, so dass Mladenko keine Mühe hatte den Sieg sicher einzufahren. Aufgrund der Führung und der aufkommenden Zeitnot von Christian Wetzel an seinem Nachbarbrett, entschloss sich Marcus Haas dem Gegner trotz Mehrfigur gegen zwei Bauern in einer - im höheren Sinne - gewonnenen Stellung Remis anzubieten, um den Mannschaftssieg abzusichern. Sein Gegner nahm das Angebot an, da sich abzeichnete, dass Christian seine überlegene Stellung trotz Zeitnot sicher gewinnen konnte. Die Tabellenführung musste man trotz des zweiten Saisonsieges dennoch abgeben, da die starken Sasbacher zum zweiten Mal mit 7:1 gewannen, und somit einen halben Brettpunkt vor Iffezheim II liegen.
Die Einzelresultate:
| Brett |
Durmersheim III
|
DWZ |
SC Iffezheim II
|
DWZ |
Ergebnis |
| 1 |
Genthner, Bernd
|
1752
|
Kramer Gerald
|
1835
|
0 : 1 |
| 2 |
Wenzel, Hans-Peter
|
1699
|
Maltring Mark
|
1781
|
1 : 0
|
| 3 |
Schlager, Klaus-Jürgen
|
1606
|
Ehrlacher Markus
|
1758
|
0 : 1 |
| 4 |
Müller, Klaus
|
1585
|
Oesterle Thomas
|
1631
|
0,5 : 0,5
|
| 5 |
Hennrich, Timo
|
1594
|
Haas Marcus
|
1603
|
0,5 : 0,5 |
| 6 |
Heck, Werner
|
1332
|
Wetzel Christian
|
1552
|
0 : 1 |
| 7 |
Schlager, Werner
|
1298
|
Schott John
|
1494
|
0,5 : 0,5
|
| 8 |
Görig, Willi |
1260
|
Jercic Mladenko
|
1823
|
0 : 1 |
| DWZ-Schnitt/Gesamterg. |
1516
|
|
1685
|
2,5 : 5,5
|
Iffezheim III unterliegt nur knapp (Dirk Baumstark)
Im Spiel der Kreisklasse II musste die Iffezheimer Mannschaft gegen die Spieler der Schachclubs Lichtental antreten.
Den ersten Punkt des Abends konnte gleich zu Beginn Simon Niestroj (Brett 8) kampflos erringen. Als nächstes musste jedoch der zweite Jugendspieler Lennart Manz (Brett 7) seine Partie verloren geben, da er aus der Eröffnung nur unglücklich herauskam. Zwei Remis an den Mittelbrettern durch Roland Heitz (Brett 4) und Rudi Barth (Brett 5) sorgten für den 2 :2 Zwischenstand. Da jedoch der jederzeit chancenlose Jens Stabenau (Brett 3) der deutlichen Überlegenheit seines Gegners nichts entgegen zusetzen hatte und Manfred Hertweck (Brett 2), Stefan Riedinger (Brett 6) sowie Dirk Baumstark (Brett 1) nur Punkteteilungen erreichten, war die knappe 4 ½ : 3 ½ Niederlage besiegelt.
In drei Wochen geht es nun gegen die siebte Mannschaft des amtierenden Deutschen Meisters OSG Baden-Baden.
Vierte Mannschaft gewinnt 4:2 gegen SC Rastatt IV (Markus Merkel)
Die bis auf ein Brett mit Nachwuchsspielern besetzte Mannschaft des SC
Iffezheim gewann gegen eine im Schnitt noch jüngere Mannschaft aus
Rastatt souverän mit 4:2. Während Marius Merkel (Brett 2) bereits
nach einer halben Stunde seinem Gegner zur Aufgabe die Hand reichen
musste, siegten Michael Florath (Brett 5) und Daniel Niestroj (Brett 6)
ungefährdet und brachten Iffezheim früh in Führung. Nach einer weiteren
halben Stunde sorgten Routinier Markus Strobel (Brett 1) sowie
Clemens Merkel (Brett 4) für die Entscheidung. Somit verblieb nur noch
Daniel Zoller (Brett 3), der sich im Partieverlauf eigentlich
entscheidenden Vorteil erarbeitet hatte, aber wegen mehrerer
Unachtsamkeiten dann doch noch unglücklich verlor, womit der Endstand
von 4:2 feststand.
Behält die Zweite den Platz an der Sonne? Vorschau auf den zweiten Verbandsrundenspieltag (Christian)
Iffezheim I empfängt am kommenden Sonntag zum zweiten Spieltag der Landesligasaison 2008/09 mit Aufsteiger Bühlertal alte Bekannte, mit denen man schon manch enge Schlacht geschlagen hat. Dieses Mal könnten die Voraussetzungen unterschiedlicher kaum sein – während Iffezheim sich in Lahr deutlich durchsetzte, holte Bühlertals Spitzenbrett Michael Bentz den einzigen halben Brettpunkt bei der heftigen Niederlage gegen Oberkirch.
Dennoch dürfen die Jungs vom Berg natürlich nicht auf die leichte Schulter genommen werden – insbesondere deshalb, weil mit einer deutlich stärkeren Aufstellung als zum Auftakt zu rechnen ist. Aber ohne Wenn und Aber ist der SCI natürlich favorisiert.
Den stärksten Eindruck zum Start hinterließ, nicht nur nominell, die vierte Mannschaft der OSG Baden-Baden. Gegner Durmersheim verlor hingegen trotz deutlichem Wertungszahlenvorsprung bei den Vimbis. Trotzdem sollte der Ausgang von der Tagesform abhängig sein. Gleiches gilt für das Duell zwischen Tabellenführer Oberkirch und Vimbuch. In den übrigen Begegnungen sind Bohlsbach (es ist ja kein Spieltag in Frankreich) gegen Lahr II und Gernsbach gegen Kuppenheim II in der Favoritenrolle.
Kreisklassentabellenführer Iffezheim II setzt seine „Mission Aufstieg“ mit einem Gastspiel bei Durmersheim III fort und dürfte dabei in den Reihen der Gastgeber einen alten Bekannten begrüßen: H.P. Wenzel hatte seinerzeit seinen Anteil am Iffezheimer Durchmarsch von der Bezirksliga an, ehe ihn einige Umwege wieder zu seinem alten Verein zurückführten. Die Ausgangssituation ist klar: Wer aufsteigen will, muss auch in Durmersheim gewinnen. Und das werden Gerald, Markus, Mark & Co. auch schaffen.
Iffezheim III hat nach dem Auftakterfolg bei der Ötigheimer Reserve eine ganz schwere Nuss zu knacken. Mit Baden-Lichtental kommt das nominell mit Abstand stärkste Team der Kreisklasse II am Samstagabend in die Iffezheimer Schule. Dass die Kurstädter zum Auftakt nicht gewannen, lag weniger an der Aufstellung – die war etwa 200 DWZ stärker als der Rest der Liga – sondern vielmehr daran, dass sie nur sechs Spieler an die Bretter brachten. In jedem Fall ist SCI III von der Papierform her ganz klar in der Außenseiterrolle; alles Zählbare auf dem Punktekonto wäre ein großer Erfolg.
Iffezheim IV greift kommendes Wochenende erstmals aktiv ins Geschehen der Kreisklasse III ein, nachdem Hörden IV zuletzt absagte. Gegen Rastatts Vierte dürfte es zu einem besseren Jugendmannschaftskampf kommen, in dem unsere Jungs am Ende die Nase vorne haben sollten. SCI-online drückt die Daumen für einen guten Start!
Kantersieg zum Auftakt: Lahr II - Iffezheim 1:7 (Christian Dettweiler)
Mit der nominell stärksten Mannschaft der Vereinsgeschichte (DWZ-Schnitt 1965; der bisherige Spitzenwert stand bei 1955 aus dem Match gegen Dreisamtal vor zwei Jahren) reiste Iffezheim I nach Lahr. Noch erfreulicher war natürlich das Comeback von Harry nach zwei Jahren SCI-Abstinenz.
Das Match gegen stark ersatzgeschwächte Lahrer war nur zu Beginn spannend. Andi erwischte einen rabenschwarzen Tag, vertauschte in der Eröffnung die Züge und geriet in - nicht nur materiellen - Nachteil. Dafür hatten wir an allen übrigen Brettern schnell leichte Vorteile aufzuweisen.
Nach Andis Niederlage glich Jörg sehenswert aus. Unsere Nr. 3 hatte zunächst zwei Bauern für immensen positionellen Vorteil geopfert (ein Läufer auf f8 und ein Turm auf h8 spielten die ganze Partie über nicht mit. Mit einem schönen Turmopfer beendete der Iffezheimer das Match. Ihm folgten jeweils kurz nacheinander Harry, Bernhard und der Berichterstatter, die allesamt wenig Probleme mit ihren jugendlichen Kontrahenten hatten. Den Matchball verwandelte Colin, als sein Gegner in Zeitnot die Dame einparkte.
Nun ging es nur noch um die Brettpunkte. Markus gewann im Königsflügelsturm die Qualität und anschließend souverän das Endspiel. Den Schlusspunkt setzte Ramadan, der in einer zähen Partie die erste Lücke, die sein routinierter Gegner bot, zum Matt ausnutzte.
Die Einzelresultate:
| Brett |
Lahr II |
DWZ |
SC Iffezheim |
DWZ |
Ergebnis |
| 1 |
Sexauer, A. |
1857 |
Merkel, M. |
2113 |
0 : 1 |
| 2 |
Oelze, J. |
1856 |
Raka, R. |
2108 |
0 : 1 |
| 3 |
Meyer, F. |
1828 |
Eiler, J. |
2066 |
0 : 1 |
| 4 |
Dittus, J. |
1716 |
Kramer, C. |
1905 |
0 : 1 |
| 5 |
Warthmann, A. |
1598 |
Manz, A. |
1909 |
1 : 0 |
| 6 |
Kopp, S. |
1632 |
Bernrader-Hauns, H. |
1867 |
0 : 1 |
| 7 |
Warthmann, S. |
1663 |
Ast, B. |
1840 |
0 : 1 |
| 8 |
Oser, K. |
1540 |
Dettweiler, C. |
1870 |
0 : 1 |
| DWZ-Schnitt/Gesamterg. |
1711 |
|
1965 |
1,0 : 7,0 |
Im vermeintlichen Spitzenspiel unterlag Gernsbach einer bärenstark aufgestellten Mannschaft von OSG Baden-Baden IV mit 2,5:5,5. Verbandsligarückkehrer Kuppenheim II verlor ersatzgeschwächt starken Bohlsbachern mit 1,5:6,5. Vimbuch schlug das nominell deutlich überlegene Durmersheim mit 5:3. Und zu guter Letzt sorgte Oberkirch mit einem 7,5:0.5-Kantiersieg bei Aufsteiger Bühlertal dafür, dass Iffezheim trotz des hohen Erfolges nicht einmal Tabellenführer ist.
Iffezheim II startet mit einem Kantersieg (von Markus Ehrlacher)
Der Reservemannschaft des SC Iffezheim gelang in der ersten Runde der Kreisklasse I ein optimaler Start gegen Hörden III. Die Iffezheimer konnten alle acht Partien gegen, allerdings stark ersatzgeschwächte Murgtäler, für sich entscheiden. Den Anfang machte Christian Wetzel, der als Letzter kam und als Erster fertig war, da er die Königstellung seiner Gegnerin öffnen und bereits nach 17 Zügen mattsetzen konnte. Mladenko Jercic, als Ersatzmann für Mannschaftsführer Thorsten Heck ins Team gerückt, gewann schnell eine Figur und spielte die Partie sicher zu Ende. Für die schnelle 3:0-Führung sorgte John Schott, der nach solider Eröffnung mit Schwarz seinen Materialvorteil sicher verwertete. An Brett zwei gewann Mark Maltring einen Bauern und landete aus der Eröffnung heraus schnell in einem Doppelturm- und Läuferendspiel. Mit den Türmen auf dem Brett verpasste sein Gegner eine Chance zum Remis, tauschte stattdessen die Türme, wonach das gleichfarbige Läuferendspiel für Mark gewonnen war. Der 4:0-Zwischenstand war sehr beruhigend, zumal die restlichen vier Iffezheimer allesamt in der Eröffnungsphase einen Bauern gewonnen und leicht bessere bis vorteilhafte Stellungen vorzuweisen hatten. Mit einer Nebenvariante gegen die französische Verteidigung überraschte Thomas Oesterle seinen Kontrahenten und sorgte mit seinem überlegen vorgetragenen Spiel für den Mannschaftssieg. Der Gegner von Markus Ehrlacher hatte für den in der Eröffnung geopferten Bauern zu wenig Kompensation und verpasste im Mittelspiel zwei kritischere Fortsetzungen. In der Folge konnten die beiden schwarzen Springer über die schwachen Felder in die gegnerische Stellung eindringen, welches den Verlust zweier weiterer Bauern nach sich zog. Ebenfalls mit einem Mehrbauern aus der Eröffnung gestartet, konnte Marcus Haas mit einem sehenswert vorgetragenen Angriff den gegnerischen König zur Strecke bringen. Den Schlusspunkt zum 8:0-Sieg setzte Gerald Kramer am Spitzenbrett, der mit einem Mehrbauern im Läufer gegen Springer-Endspiel keine Mühe hatte den Sieg einzufahren. Den hohen Sieg gegen die mit überwiegend jugendlichen Ersatzleuten angetretenen Hördener darf man jedoch keinesfalls überbewerten. Bereits in der nächsten Runde in zwei Wochen wartet mit Durmersheim III, die ihr Auftaktspiel ebenso gewonnen haben, eine weitaus schwerere Aufgabe.
Die Einzelresultate:
| Brett |
SC Iffezheim II |
DWZ |
SF Hörden III |
DWZ |
Erg. |
| 1 |
Kramer, Gerald |
1835 |
Lösch, Klaus |
1446 |
1:0 |
| 2 |
Maltring, Mark |
1781 |
Stahl, Bruno |
1313 |
1:0 |
| 3 |
Ehrlacher, Markus |
1758 |
Straßer, Manfred |
1222 |
1:0 |
| 4 |
Oesterle, Thomas |
1631 |
Tummescheit, Robin |
1044 |
1:0 |
| 5 |
Haas, Marcus |
1603 |
Zich, Walter |
1034 |
1:0 |
| 6 |
Wetzel, Christian |
1552 |
Ullrich, Elisabeth |
892 |
1:0 |
| 7 |
Schott, John |
1494 |
Preuß, Willi |
783 |
1:0 |
| 8 |
Jercic, Mladenko |
1823 |
Lorenz, Richard |
- |
1:0 |
| DWZ-Schnitt/Gesamterg. |
1685 |
|
1185 |
8:0 |
Iffezheim III startet erfolgreich (Dirk Baumstark)
Der Saisonauftakt verlief für die Dritte Mannschaft des Schachclub Iffezheim nach Wunsch. Beim gleichwertig aufgestellten Gegner aus Ötigheim gelang ein verdienter 5:3 Sieg.
Zwei rasche Remis durch Stefan Riedinger ( Brett 6) und Jens Stabenau (Brett 5), sowie die Niederlage durch Manfred Hertweck (Brett 2) sorgten für die kurzfristige Führung der Hausherren. Eine durch Roland Heitz (Brett 4) dominant geführte und schließlich gewonnene Partie sorgte jedoch kurz darauf für den Ausgleich. Simon Niestroj (Brett 8) konnte bei seiner Premiere eine zwischenzeitlich äußerst bedenkliche Stellung schrittweise verbessern. Mit einem schönen Königsangriff brachte er Iffezheim erstmals in Führung. Weniger glücklich agierte der zweite Jugendspieler Lennart Manz (Brett 7) an diesem Abend. Eine simple Bauerngabel kostete ihn einen Läufer und somit die Partie. Am Spitzenbrett sorgte Dirk Baumstark nach erfolgreichem Endspiel für das 4:3. Nun oblag es Uwe Stabenau (Brett 5) seinen Figurenvorteil souverän umzusetzen und den Iffezheimer 5:3 Erfolg zu besiegeln.
Am nächsten Spieltag wartet nun mit Lichtental die vermeintlich stärkste Mannschaft der Liga.
Iffezheim IV gewinnt kamplos (Markus Ehrlacher)
Iffezheim IV gewann zum Auftakt kampflos mit 6:0, da Hörden IV wegen Personalmangels das Match der Kreisklasse III absagen musste.
Ein besserer Start als letztes Jahr? Vorschau auf den ersten Verbandsrundenspieltag (Christian Dettweiler)
Iffezheim I reist am kommenden Sonntag zum ersten Spieltag der Landesligasaison 2008/09 nach Lahr, um mit der dortigen zweiten Mannschaft die Klingen zu kreuzen. In der letzten Spielzeit hatte die Begegnung für beide Teams richtungweisenden Charakter: Während Iffezheim durch den knappen 4,5:3,5-Sieg das Abstiegsgespenst endgültig verbannen konnte, ging es für die Ortenauer ab diesem Zeitpunkt heftig gegen den Abstieg – erfolgreich, wie wir wissen. Iffezheim ist gegen die Reserve des Verbandsligisten sicherlich von der Papierform her leicht favorisiert. Wie man weiß, ist dies aber für die launische Diva aus dem Renndorf zumeist nicht die beste Voraussetzung für eine gute Leistung. Doch genau die muss her, will man einen solchen Katastrophenstart wie im Vorjahr vermeiden.
In der Vorschau wurden gleich sechs Teams als „aufstiegsverdächtig“ ermittelt. Demzufolge gibt es gleich zu Beginn so etwas wie Schlagerspiele. Im ersten empfängt der (freiwillige) Verbandsligaabsteiger Kuppenheim II den SC Bohlsbach. Da die Ortenauer auf ihre französischen Gastspieler zurückgreifen können, ist der Ausgang dieses Matchs ebenso offen wie der in der vermeintlichen zweiten Spitzenpaarung zwischen Gernsbach und OSG Baden-Baden IV. In den übrigen Begegnungen ist Durmersheim bei den Vimbis ebenso favorisiert wie Oberkirch in Bühlertal.
Bezirksklassenabsteiger Iffezheim II beginnt seine „Mission Aufstieg“ mit einem Heimspiel gegen Hörden III und damit ein Team, das eher dem unteren Tabellendrittel der Kreisklasse I zuzurechnen sein dürfte. Doch Achtung – letztes Jahr fertigte Hördens Dritte, u.a. mit den in weit höheren Klassen erfahrenen Josef Karcher und Herbert Krzestan, Iffezheim III deutlich mit 5,5:2,5 ab. Doch mit der nötigen Konzentration sollten Markus Ehrlacher, Gerald Kramer und Co. einen klaren Dreier unter Dach und Fach bringen.
Iffezheim III muss zum Auftakt der Kreisklasse II zur Ötigheimer Reserve reisen und ist von der Papierform her ganz klar in der Außenseiterrolle. Immerhin verpassten die Telldörfer zuletzt den Aufstieg nur auf Grund des schlechteren Brettpunktverhältnisses. Aber eine gute Standortbestimmung für das neu formierte Team um Dirk Baumstark ist die Begegnung allemal.
Bleibt Iffezheim IV. Für das Nachwuchsteam geht es am Samstagabend ebenfalls gegen ein Team aus Hörden. Im Vorjahr wurde Hörden IV zumeist aus Jugendspielern zusammengestellt, für die die zweite Kreisklasse eine Nummer zu groß war. Insofern dürfen wir auf eine reizvolle und spannende Begegnung zweier Mannschaften mit einem recht niedrigen Durchschnittsalter hoffen.
Vier Mannschaften, viele Ziele – Vorschau auf die Saison 2007/08 (Christian Dettweiler / Markus Ehrlacher)
Iffezheim I (Landesliga)
Was war das für ein Auf und Ab in der Spielzeit 2007/08! Bis in den Januar hinein stand Iffezheim I auf einem Abstiegsplatz, um dann mit fünf Siegen in Folge noch die Vizemeisterschaft in der Landesliga Mittelbaden-Ortenau zu erringen. Leider zeigte der SC Rastatt über die Saison hinweg nicht die Schwächen, die der SCI in der ersten Hälfte der Runde offenbarte und stieg letztlich verdient in die Verbandsliga auf.
Und jetzt? Noch nie war es so schwer, einen Favoriten oder zumindest zwei, drei Teams auszumachen, die ganz sicher um den Aufstieg spielen werden. Naturgemäß muss man die Mannschaften im Blick haben, die von oben kommen, in diesem Fall Kuppenheim II (auf das „Schachgemeinschaft Caissa-Rochade...“-Gedöns verzichte ich weiterhin). Zwar hat die Reserve der Knöpflestädter unter dem Aderlass der ersten Mannschaft zu leiden, aber ein Verein mit diesem Potenzial kann das zumindest für die zweite Mannschaft locker kompensieren. Und mit Thomas Grotkjaer (DWZ 2093) kam auch noch eine Verstärkung hinzu.
Oben angreifen will gewiss auch der SK Gernsbach, der in unveränderter Besetzung in die neue Spielzeit startet. Mit Daniel Ackermann und Eric Lutz und damit den besten Spitzenbrettern der Liga haben die Murgtäler sicherlich das Zeug dazu.
Der Dritte im Bunde der Aufstiegsaspiranten ist sicherlich das von der Aufstellung her unberechenbare Team OSG Baden-Baden IV, die auch in diesem Jahr von den Neuzugängen im Verein profitieren dürften. Auch aus den Reihen der ehemaligen SG Baden-Baden sollten einige Spieler für die Ooser Vierte interessant sein.
Ein ganz dicker Fisch ist in Bestbesetzung der SC Bohlsbach. Die Differenz zwischen den Aufstellungen parallel bzw. abweichend von französischen Spieltagen verzerrt zwar ganz heftig den Wettbewerb in der Liga, aber damit müssen wir halt leben, so lange die Verbandsrechte sowas zulassen. Und mit Paul Mangei (vormals Offenburg) hat sich der letztjährige Aufsteiger weiter verstärkt.
Und wenn wir schon bei Frankreich sind – ein ganz heißer Tipp ist dieses Jahr sicherlich auch Aufsteiger SC Durmersheim, die ebenfalls auf etliche Gastspieler aus unserem Nachbarland zurückgreifen können. Mit dem neuen Spitzenbrett Vincent Duverlie (ELO 2117), Rückkehrer Bernd Sauer und dem oberligaerfahrenen Wolfgang Henn hat sich Durmersheim zudem noch so heftig verstärkt, dass man schon nicht mehr von einem Geheimfavoriten reden kann.
Bleibt der SC Iffezheim, der sicherlich ebenfalls irgendwo bei den vorgenannten Mannschaften einzusortieren ist. Mit Rückkehrer „Harry“ Bernrader-Hauns konnten wir uns nominell etwas verstärken. Viel wird davon abhängen, wie diejenigen Spieler sich zeigen, die letztes Jahr deutlich unter ihren Möglichkeiten spielten (vor allem Ramadan und Jörg) und ob Colin an die starke Leistung seiner ersten kompletten Landesligarunde anknüpfen kann. Es wird wie immer auch darum gehen, möglichst wenig Ausfälle zu haben, aber hierfür haben wir mit Markus Ehrlacher und Gerald Kramer zwei Spieler, denen Mannschaftsführer Markus Merkel immer vertrauen kann.
Sechs Favoriten - doch die Wahrheit wird wie immer auf dem Brett liegen. Allen sechsen sollte die SVG Offenburg ein warnendes Beispiel sein: Im letzten Jahr als Topfavorit gestartet und auch über die Saison hinweg das nominell stärkste Team der Liga, und jetzt spielen sie in der Bereichsklasse. A propos Offenburg: Der SVG hat sich fast die gesamte „Konkursmasse“ aus Kehl angeschlossen; der Aufsteiger in 2009/10 sollte somit bereits heute feststehen.
Sichere Mittelfeldplätze dürften wie im Vorjahr der SK Oberkirch und der SV Vimbuch anstreben. Oberkirch geht in unveränderter Besetzung an den Start; die Vimbis haben sich mit Ralf Puchas an den hinteren Brettern verstärkt. Eher den Blick nach unten richten müssen wohl – trotz einer ordentlichen Vorsaison – SK Lahr II und der zweite Aufsteiger SC Bühlertal. Letzteren ein herzliches „welcome back“ in der Landesliga!
Iffezheim II (Kreisklasse 1)
Die zweite Mannschaft wurde nach ihrem sang- und klanglosen Abstieg aus der Bezirksklasse neu aufgestellt, um einen erneuten Anlauf auf die Aufstiegsplätze der Kreisklasse 1 zu nehmen. Zurück in dieser Liga ist nach langen Jahren und zahlreichen überbezirklichen Einsätzen in der ersten Mannschaft, darunter 18 Einsätzen in der Verbandsliga, Markus Ehrlacher, der an den vorderen Brettern die Reservemannschaft verstärken soll. Hinzu kommt der erfahrene Thomas Oesterle, der in der letzten Saison am ersten Brett der dritten Mannschaft bereits in der Kreisklasse 1 eine überzeugende Leistung geboten hat. Das neue Gesicht der zweiten Mannschaft komplettieren Thorsten Heck und Christian Wetzel, die viele Jahre in der dritten Mannschaft solide punkteten und auch in der letzten Saison schon als Ersatz in der Reserve zum Einsatz kamen. Der anvisierte Aufstieg wird jedoch keineswegs ein Selbstläufer, was ein Blick auf die Ranglisten der Konkurrenz belegt. Gleich vier Mannschaften, nämlich Kuppenheim III, Gernsbach II, Sasbach II und Durmersheim III, können laut Ranglisten eine nominell stärkere Aufstellung an die Bretter bringen, als die Iffezheimer Mannschaft mit ihrem DWZ-Schnitt von 1651. Es wird eine geschlossen gute Mannschaftsleistung und ein wenig Glück benötigen, damit das Team um Mannschaftsführer Thorsten Heck die sofortige Rückkehr in die Bezirksklasse schaffen kann.
Iffezheim III (Kreisklasse 2)
Um einen halben Brettpunkt hat die dritte Mannschaft des Vorjahres zwar sportlich den Abstieg vermieden, aber angesichts der Veränderungen um die zweite Mannschaft hätte ein erneutes Antreten in der Kreisklasse 1 wenig Sinn gemacht. Daher hat der Verein beschlossen, die „Dritte“ eine Liga zurückzuziehen. Nach ganz oben dürfte es für Dirk Baumstark, Jens und Uwe Stabenau sowie ihre Mitstreiter zwar angesichts der Konkurrenz von vor allem Ottenhöfen II, Lichtental und Ötigheim II nicht reichen. Doch Zitterspielzeiten wie in den letzten beiden Jahren werden wir sicher auch nicht erleben. Und die zweite Kreisliga ist sicher auch ein guter Rahmen, um den einen oder anderen Jugendspieler behutsam an höhere Aufgaben heranzuführen. Übrigens eine Aufgabe, die auch...
Iffezheim IV (Kreisklasse 3)
... in der neuen Spielzeit hauptsächlich zu leisten haben wird – in 2008/09 weit wichtiger als der sportliche Erfolg. Dass die Jugend es drauf hat, zeigte schon die Vizemeisterschaft der letztjährigen fünften Mannschaft eine Liga tiefer, als Markus Ehrlachers Rasselbande nur denkbar knapp an Baden-Badens zweiter Mannschaft scheiterte. Hier haben die Aktiven, die in den letzten Jahren viel in die Jugend investiert haben, ganze Arbeit geleistet - allen voran Markus Ehrlacher, Markus und Edgar Merkel sowie Gerald und Colin Kramer. Um den Unterbau des Vereins muss uns also nicht bange sein. Hoffen wir, dass irgendwann einmal einer in Colins Fußstapfen treten kann. Vor allem von Lennart Manz, Simon Niestroj und Marius Merkel sollte in dieser Spielzeit ein Leistungssprung kommen.
So, das war’s mit der Vorschau. Bleibt noch, in alter Verbundenheit den Jungs aus Horben viel Glück in ihrer zweiten Oberligasaison zu wünschen – das habt Ihr klasse gemacht letzte Runde! Die Daumen drücken wir auch Kuppenheim I in der Verbandsliga Süd. Da die Retortentruppe Freiburg-Wiehre ja weg ist, sollte es trotz personellen Aderlasses mit der Rückkehr in die Oberliga klappen, wenn Hartmut und seine Truppe es auch gegen vor allem Waldshut-Tiengen und Dreisamtal sehr schwer haben werden. Landesligaaufsteiger SC Rastatt wünschen wir in dieser Klasse ebenfalls eine gute Saison, in die die Truppe um Nikolaus Sentef allerdings als krasser Außenseiter geht. Aber dabei sein ist alles! Ein Auge muss man auch auf Lahr I haben, die es angesichts der starken übrigen Aufsteiger aus Pfullendorf und Dreiländereck dieses mal schwer haben werden, den Abstiegskampf zu vermeiden.
Und nun möge sich bitte jeder seine eigene Meinung bilden. Für Lob und Kritik gibt’s unser Gästebuch. Und natürlich wird es wie gewohnt vor jedem Spieltag einen kleinen Vorbericht zumindest zur Landesliga und hinterher eine Nachlese zu allen Mannschaften geben. Ein Klick auf die SCI-Homepage lohnt also weiterhin.
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Iffezheimer Jugend sichert sich die
Preise bei Miba-Schnellschach 2007/2008 (Bernhard Ast)
Zum letzten offiziellen
Bezirksturnier der Saison, der Mittelbadischen
Einzelschnellschachmeisterschaft, hatten die Schachfreunde Sasbach am
Samstag eingeladen.
Fünf Teilnehmer des SCI hatten zu diesem Turnier gemeldet. Markus
Merkel, der im letzten Jahr noch Vizemeister wurde, hatte diesmal gewiss
nicht seinen besten Tag erwischt und belegte mit Platz 11 nur einen
Platz im Mittelfeld.
Erfreulich waren die Leistungen der Brüder Niestroj, die beide mit Glück
und Geschick die 50%-Marke bei diesem Turnier erreichten. “Etwas
verkehrt“ war die Rangfolge im Hause Niestroj, platzierte sich mit
Daniel der jüngere von beiden knapp vor Simon nach der Feinwertung.
Beide konnten sich über eine Urkunde des BTL freuen und wohl noch etwas
mehr über die mitüberreichten Couverts, für deren Inhalt wir uns
nochmals bei den SF Sasbach und insbesondere bei Schachfreund Erich
Renschler bedanken, der diese Preisvergabe ermöglichte.
Auch den letzten zu vergebenden Titel sicherte sich die SCR Kuppenheim:
Der uns allen hier bestens bekannte und bei unseren Vereinsabenden immer
gern gesehene Joachim Kick holte sich diesmal den Pott als bester
Bezirksteilnehmer. Den Turniersieg verbuchte der Turnierfavorit GM
Vladimir Gurewitsch, der zwar die 200 Euro Preisgeld für den
Erstplatzierten mitnahm, aber als außerbezirklicher Teilnehmer nicht
Titelträger werden konnte.
Abschlusstabelle:
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1. |
GM Vladimir Gurewitsch |
SG
Heidelberg-H. |
4,5
|
17,5 / 15,5
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2. |
Joachim Kick |
SCR
Kuppenheim |
4,0
|
17,5 / 13,5
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3. |
Eduard Fromberg |
OSG
Baden-Baden |
4,0
|
13,5 / 9,5
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4. |
Michael Bentz |
SC Bühlertal |
4,0 |
13,5 / 9,0 |
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5. |
Leonid Vernyy |
SC Rastatt |
3,5 |
16,0 / 9,5
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6. |
Jochen Klumpp |
SCR
Kuppenheim |
3,5 |
13,5 / 8,0 |
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7. |
Holger Grampp |
OSG
Baden-Baden |
3,0 |
14,5 / 7,0 |
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8. |
Michael Leonov |
OSG
Baden-Baden |
3,0 |
14,0 / 7,0 |
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9. |
Uli Metz |
SF Sasbach |
3,0 |
14,0 / 5,5
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10. |
Arnd Braun |
SC Bühlertal |
3,0 |
13,0 / 5,5
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11. |
Markus Merkel |
SC
Iffezheim |
2,5 |
13,0 / 6,0
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12. |
Mostafa Muschtaki |
OSG
Baden-Baden |
2,5 |
11,0 / 4,25
|
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13. |
Isaak Shvarts |
OSG
Baden-Baden |
2,5 |
11,0 / 3,25
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14. |
Daniel Niestroj |
SC
Iffezheim |
2,5 |
9,5 / 2,25
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15. |
Simon Niestroj |
SC
Iffezheim |
2,5 |
8,5 / 2,25
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16. |
Michael Hoffmann |
SC Rastatt |
2,0 |
14,5 / 3,5
|
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17. |
Tobias Christ |
SF Sasbach |
2,0 |
12,5 / 2,0
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18. |
Erich Renschler |
SF Sasbach |
2,0 |
11,5 / 2,0
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19. |
Marvin Lauser |
SC Iffezheim |
2,0 |
10,5 / 1,0
|
|
20. |
Marcos Gonzales-Sirgo |
OSG
Baden-Baden |
1,0 |
14,5 / 2,5
|
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21. |
Tobias Rudolphi |
SC
Ottenhöfen-S. |
1,0 |
10,0 / 0,0
|
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22. |
Hubert Decker |
SC
Ottenhöfen-S. |
1,0 |
9,5 / 1,0
|
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23. |
Michael Florath |
SC Iffezheim |
1,0 |
8,0 / 0,0
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Dirty Harry is back (Christian
Dettweiler)
In
Iffezheim haben es schon länger die Spatzen von den Dächern gepfiffen,
nun kann man es auch beim
Meldewesen des BSV nachlesen: Unser „Harry“, zwischenzeitlich
verheirateter (daher Bernrader-Hauns) Familienvater und nach
Kuppenheims Toni Stückl zweiter mittelbadischer Zugspitzmeister, wird in
der Spielzeit 2008/09 wieder für den SCI ans Brett gehen und die
Landesligamannschaft verstärken. Dabei scheut er auch die weite Anreise
aus Bayern nicht. In jedem Fall freuen wir uns über diese Entscheidung
und auf ein weiteres Jahr mit Eröffnungsexperimenten, Taktik, Kampfgeist
und natürlich dem gefürchteten „Mogelschach“.
Als weiteren Rückkehrer kann der SCI nach vielen Jahren Schachabstinenz
Mladenko Jercic begrüßen. Mladenko ging bereits Ende der
achtziger/Anfang der neunziger Jahre für Caissa Rastatt und Iffezheim
ans Brett. Man darf gespannt sein, wie schnell er die verlorene
Spielpraxis wieder aufholen kann. Der Mladenko, der damals an den
Mittelbrettern der Landesliga mit Jörg und dem Berichterstatter für
Rastatt antrat, wäre jedenfalls mehr als nur eine Alternative für die
erste Mannschaft gewesen. |
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